Neue Diskussionsansätze und linke Bildung fördern

Angesichts der ganzen letzten – immer wiederkehrenden – dummen Blökerei, rund um festgefahrene Grabenkämpfe, wie die USA und Israel sowie das sog. “Palästina” bzw. vornehmlich deren herrschende (…)Köpfe und krude Sektengruppen auf Abwegen (vorw. in Berlin, vgl. letzte zwei “Revo. 1. Mai” – “18Uhr” – Demos), dokumentieren wir hiermit ein Positionspapier der Ökologischen Linken, dessen Standpunkte wir weitestgehend teilen und auf dessen Grundlage wir weitere Diskussionen – im laufenden Diskurs – für sinnvoll erachten:
“[...] antinationale, antiautoritäre, emanzipatorische Position zu Israel
Kann der Kampf gegen Antisemitismus ohne antikapitalistische Orientierung erfolgreich sein?”; oekologische-linke_20170619_position-zu-israel

Andere aktuelle, lösungsorientierte, konstruktive und besprechbare, umfangreiche oder wenigstens ansatzweise diskussionswürdige Dokumente, Äußerungen und Positionierungen (jüngeren bis neueren Datums) sind uns derzeit leider nicht bekannt.

Die Gruppe / basisdemokratische Partei “ÖkoLinX” schreiben dazu selbst weiter: “Vorbemerkung: Es wird Zeit für eine aufgeklärte, antiautoritäre linke Position zu Israel und seiner Geschichte und zum Antisemitismus. Viele gesellschaftliche Linke haben klare Positionen gegen jedweden Antisemitismus, aber in einigen Teilen der Linken wird das Existenzrecht Israels immer offener in Frage gestellt, in anderen vermeidet mensch gleich die ganze Auseinandersetzung. Das geht angesichts der bedrohlichen Lage und des wachsenden Antisemitismus nicht länger!
Wir treten für eine Zweistaatenlösung ein: ein Staat Israel und ein Staat Palästina, die friedlich nebeneinander leben, denn sowohl jüdische als auch arabische Menschen haben das Recht hier zu leben.
Aber eine unkritische, sogar »bedingungslose« Solidarität mit den Palästinensern einerseits und die Dämonisierung und Deligitimierung Israels andererseits verschärfen die Lage und behindern Verhandlungen. Eine besonders üble Rolle spielt dabei eine internationale antizionistisch-antisemitische Kampagne namens BDS (Boycott Divestment Sanctions), die Israel in den Augen der Welt als »Schurkenstaat« erscheinen lassen will. Die Anführer und Ideologen des BDS sagen seit Jahren offen, dass ihr Ziel die Vernichtung des Staates Israel ist. Aber kaum jemand will es hören.
Der Bundessprecher*innenrat der Ökologischen Linken legt heute dieses Papier vor und freut sich auf Kritik und Diskussion. Selbstverständlich ist die Ökologische Linke bereit, ihre Position auf Veranstaltungen zu vertreten.”

Mehr siehe “zum Positionspapier …”: http://oekologische-linke.de/dl/dl.pdfa?download=Oekologische-Linke_20170619_Position-zu-Israel.pdf

Text vom: “[...] 19.06.2017″

Quelle: http://oekologische-linke.de/

Wer uns auf andere aktuelle Diskussionsansätze aufmerksam machen möchte oder auf profunde, differenzierte, dezidierte Kritik verweisen/verlinken kann, kann uns gerne eine E-Mail schicken. Auf Polemik oder Bashing sowie die langweilige Wiederholung alter Steinzeitdiskussionen, des letzten Jahrhunderts, können wir in dem Fall verzichten. Danke.

Wir teilen u.a. darum auch die Ansichten der “ÖkoLi” die zu ihrem Ausstieg aus dem sog. “Revo. 1. Mai Bündnis” geführt haben (vgl.: http://oekologische-linke.de/dl/dl.pdfa?download=20160501FlyerAntizionAntisem.pdf). Für Antisemitismus o.ä. darf in einer undogmatischen und radikalen Linken kein Platz sein. U.a. eine solche Demo(-Orga) können wir nicht mehr als “revolutionär” und schon gar nicht mehr als “links”, geschweige denn “antifaschistisch” ernst nehmen, egal wie stark oder schwach wir selbst daran beteiligt wären. Es müsste konsequenter- und konkreterweise sogar vom Gegenteil ausgegangen werden, wenn sich daran nichts ändert.
Diesen Verwirrungen und Zerfallserscheinungen gilt es emanzipatorisch entgegenzuwirken. Uns würde es allerdings nicht um die Organisation einer neuen “Demo” gehen, sondern vielmehr zunächst um mehr echte linke Theoriebildung, bevor gleich wieder – in blindem Aktionismus – in die diffuse “Praxis” gerannt und sich darin zerfasert oder blöde (ohne Plan) an der ungeteilten Staatsgewalt (der Exekutive) aufgerieben wird.
Also nochmal: Klarheit vor Einheit.
Darum empfehlen wir weiterhin am ehesten den Besuch von linken Theoriebildungsorten und Seminaren, wie Workshops o.ä.. Z.B. die der Rosa Luxemburg Stiftung und Hellen Panke Berlin, die wir oft ganz gut finden.
Siehe: https://www.rosalux.de/

https://www.helle-panke.de/

Dazu empfehlen wir u.a. auch einzelne Seminarangebote, die über die Heinrich-Böll-Stiftung Berlin laufen, wie z.B. diese hier: http://www.taz.de/!be=52fb1a38872be7a95b/

Ansonsten sei da z.B. noch die Jour Fixe Ini empfohlen:

http://www.jourfixe.net/

Empfehlung: Lesekreis zu Kritischer Theorie im Bildungswerk Berlin

Wir empfehlen:

“Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung

Lesekreis »Auf der Suche nach dem kritischen Bewusstsein«

05.10.2017, 19:00 Uhr – 05.10.2017, 21:00 Uhr

In diesem alle zwei Wochen stattfindenden Lesekreis setzen wir uns mit kritischen Texten auseinander, in denen die bestehende Gesellschaft als eine zu verändernde begriffen wird. Die Suche Perspektiven der Befreiung zu finden und zu entwickeln ist dabei unser leitendes Motiv. Fristet die radikale Gesellschaftskritik an den Universitäten und Schulen nur ein Schattendasein, soll sie in diesem Lesekreis im Mittelpunkt stehen. Alle sind eingeladen sich an dieser Suche zu beteiligen. Vorkenntnisse sind keine Voraussetzung – die Bereitschaft zu lesen und sich auseinanderzusetzen schon.

Block: Bedürfnisse – zwischen Manipulation und Emanzipation

In diesem Block des Lesekreises “Auf der Suche nach dem kritischen Bewusstsein” geht es um Bedürfnisse. Wie entstehen sie? Gibt es falsche Bedürfnisse? Wer entscheidet darüber? Sind unsere Bedürfnisse natürlich oder gesellschaftlich oder beides? Wie wirkt die Werbung auf unsere Bedürfnisstruktur ein? Um solche Fragen wird es in dem Block gehen.

Anfangen werden wir am 14. September mit den Thesen über Bedürfnis von Adorno aus den Soziologischen Schriften (Band 1). In den Thesen reißt er alle diese Fragen an und reflektiert sie. Daher ist dieser kurze Text als Einstieg gut geeignet.

Nach einer kurzen Urlaubspause geht es weiter am 5. Oktober. Da beschäftigen wir uns mit Agnes Hellers “Theorie der Bedürfnisse bei Marx”. Aus ihrem Buch werden wir uns ein Kapitel aussuchen. Sie gehörte zu dem Kreis um Georg Lucács aus der Budapester Schule.

Danach wenden wir uns der Werbung im Kapitalismus zu, da um Waren zu verkaufen, auch Bedürfnisse befriedigt werden müssen. Wolfgang Fritz Haug entwickelt in seiner “Warenästhetik” den Begriff des Scheins des Gebrauchswerts, der für unsere Diskussion sehr interessant ist. Diese Sitzung wird am 19. Oktober stattfinden.

Als viertes begeben wir uns ins Herz der Werbeindustrie. Holger Jung und Jean-Remy von Matt, die Gründer einer der erfolgreichsten Werbeagenturen Deutschlands haben das Buch “Momentum – Die Kraft, die Werbung heute braucht” herausgegeben. “Das Erfolgsrezept von JvM gleicht dem des Trojanischen Pferdes, das die beiden Top-Kreativen zum Sinnbild ihrer Philosophie erwählt haben” heißt es in einer Buchbesprechung. Mit diesen Betrachtungen befassen wir uns am 2. November.

Danach entscheiden wir uns, ob wir noch weitere Texte zu diesem Block suchen, oder zu einem anderen Thema übergehen.

Mit: Micky Haque

[...]”

Quelle: http://www.taz.de/!be=52fb1a38872be7a95b/

13.10.2017 Infoveranstaltung gegen die Reichsbürgerideologie

“Freitag [...] 13.10.2017

18-20 Uhr Reichsbürger[*innen] – Rechts[radikale] Verschwörungs[ideologien] und die Psychlogie dahinter

[im] Jugendwiderstandsmuseum, Rigaer Str. 9, ehem. Galiläa-Kirche

Was ist „Die Reichsbürgerbewegung“ und wie funktiniert die Psychologie dahinter?
Wie kann Mensch sich davor schützen, Verschwörungstheoretiker[*innen] auf den Leim zu gehen?

Info-Veranstaltung mit „Der goldene Aluhut

[Dazu hier ein] Radiobeitrag von SWR2-wissen von Jana Lange, Kirsten Tromnau und Kai Laufen:
Sie leugnen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland. Sie glauben an eine große Weltverschwörung und behindern Kommunen bei ihrer Arbeit. Lange wurden die Reichsbürger als Spinner belächelt und damit deutlich unterschätzt. So langsam kommt die Erkenntnis: Es gibt nicht nur mehr Anhänger der Reichsbürger-Ideologie als bisher gedacht, sondern unter ihnen finden sich auch erstaunlich viele Waffensammler. Expert[*inn]en halten die Reichsideologen für rechts[radikal], antisemitisch und [...] gefährlich.”
Link: https://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/wissen/reichsbuerger-rechtsextreme-verschwoerungstheoretiker/-/id=660374/did=19620928/nid=660374/17u61aw/index.html

Quelle: Infomailverteiler der IGRBFK, vom 10.08.2017 um 22:48; http://www.register-friedrichshain.de/

http://www.berliner-register.de/

“Für alle Veranstaltungen [der IGR] gilt folgende Hausordung:
Die Veranstalter[*innen] behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die recht[en] Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen oder Taten in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.”

Info gegen die Querfront in Fhain/Xberg

Aus aktuellem Anlaß hat das berliner Register diese Info (PDF) herausgegeben, die wir hiermit dokumentieren (siehe unten):

“Pax Terra Musica Friedensfestival
Im Mai d. J. wurde das Festival als Querfrontveranstaltung enttarnt. Die im Vorfeld avisierten Soli-Konzerte/ Veranstaltungen, die an bisher drei verschiedenen Orten in Friedrichshain stattfinden sollten, konnten durch die Zusammenarbeit verschiedener engagierter Menschen verhindert werden. Eine Info dazu findet sich hier:
http://berliner-register.de/sites/default/files/PTMusica.pdf

Quelle: Rundmail der IGR, Ini gegen rechts, Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, vom 08.06.2017.

Vgl. z.B. auch:

https://linksunten.indymedia.org/de/node/213566

http://steine.blogsport.de/2017/05/29/kein-platz-fuer-die-braune-querfront-in-fhain/

datacide sixteen content

“BERLINERS are welcome to join us this friday, March 17, 2017, at Vetomat, Wühlischstr. 42, for a small launch event with a presentation of the new issue and a public discussion with datacide contributors Christoph Fringeli, Alexia Elliott and others t.b.c. Meet for some drinks, küfa, and noise!”

http://datacide-magazine.com/datacide-sixteen-release/

https://i2.wp.com/datacide-magazine.com/wp-content/uploads/Datacide-16-promo_RGB_72-582.jpg?w=582

datacide #16 content

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“datacide sixteen [(out now in store)]

spring 2017

news & updates
the reverend: education in england – an update
marc hekate: keith robinson desert storm obituary
matthew highland: notes from non-existence – brexit vs. the proletariat

features
alexia elliott: poisoned fruit in the walled garden. the alt right: a growing problem, but not a new one
mh: armed competitiveness – the working class gets called up to fight itself – notes on a recruitment crisis
howard slater: ‘comrade doctor’ – on david cooper and ‘anti-psychatry’
david cooper: on mystification (1978)
strelnikov: siege mentality. mason, manson, moynihan – on the fringes of american nazism

book reviews
neil transportine: angry white people: coming face to face with the british far right by hsiao hung pai
howard slater: demented idioms – schizo culture, event & book
matthew hyland: eat like an idealist! the assassin – an association of musical marxists reader
christof fringeli: undeclared wars with israel. jeffrey herf on east germany and the west german far left 1967-1989 and their role in the middle east
christof fringeli: far left press coverage of the 2016 antisemitism row in the labour party and other leftist groups

comix
simon lejeune: a breakcore saga
sansculotte: overdosed

texts
dj balli: an addition to the guinness world records
mme tlank/clinical wasteman: but what the ghost?

record reviews
by prole sector, zombieflesheater, low entropy, controlled weirdness, saxenhammer
+ dj charts
+ activities since the last issue

visuals by
darkam, dybbuk, guinea pigs, matthieu bourel, nevre, oppositaer


single copies: 5eur incl int shipping
subscriptions: 15eur for 3 issues

contact & paypal: info (at) datacide-magazine.com”

www.datacide-magazine.com
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store: praxis records & books: lenbachstr. 9, 10245 bln fhn, eastx

(quelle = flyer)

March 17 Datacide No. 16 Release @ Vetomat

www.datacide-magazine.com

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https://facebook.com/Datacide-449294098455446/

About Datacide

Abstract

Datacide is the magazine for noise and politics appearing since 1997.

“Musical time is radically different from the time of capital in which our public life proceeds… musical duration is measurable only in terms of sensibilities, tensions and emotions …”

This is opening statement of intent formulated by Flint Michigan.

A magazine for the grey zone[1] of Noise & Politics, Datacide provides information on the cutting edge of technological subversion via sound and heterogeneous theory. Assembled as part of an emerging Post-Media flow, Datacide is fueled by a current of enthusiasm and desire that does not seek legitimiation through the usual channels, but works as a tool to prompt the inquisitive and those becoming increasingly tired of the expediencies of journalism and self-interest.

Seeing music as intimately linked and tied to areas beyond the commercial, Datacide intends to travel out along all possible tangents whilst retaining a sensitivity to the ever mutating musical experiments that thrive on the interstice of (in)visibility.

To be used as a communication tool of the international Undo*round, it is intended to give deserved coverage to those who do things, not for the kudos, prestige and cash it might bring in, but for the buzz of inter-activity and mutual respect.

Heterogeneous theory for the invisible insurrection of a million minds.”

Source: http://datacide-magazine.com/abstract/

[1 Not for the right-wing political twilight zone of the (far) right, u know. ;)]