Monthly Archives: March 2012

Podcast: «Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!»

Hier nochmal der Text als Vorbereitung zum 30.3. als
Podcast: «Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!»

” Buch/ Broschüre
| Stephan Kaufmann Erschienen: August 2011

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* Pleite-Griechen_dt_2.Fssg_Okt2011.pdf (http://www.rosalux.de/fileadmin/rls_uploads/pdfs/sonst_publikationen/Pleite-Griechen_dt_2.Fssg_Okt2011.pdf)

Europa / EU
«Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!»
20 beliebte Irrtümer in der Schuldenkrise. 2. Aktualisierte Fassung Oktober 2011. Jetzt auch als Podcast zum Anhören!

Im Frühjahr 2010 bewahrten die EU-Staaten und der Internationale Währungsfonds (IWF) die griechische Regierung vor der Zahlungsunfähigkeit. Nur ein Jahr später jedoch war ein weiteres Kreditpaket für Athen nötig. Die Hilfszusagen summieren sich mittlerweile auf über 200 Milliarden Euro. In Europa streiten die Regierungen darüber, ob Griechenland diese Hilfe überhaupt verdient, ob sie nötig ist und wer das zahlen soll. In Deutschland herrscht vielfach die Meinung vor, Griechenland sei selbst schuld an seinem Elend: Erst habe sich das Land in die Euro-Zone gemogelt, dann habe die Regierung zu viel ausgegeben, die Regierten hätten zu wenig gearbeitet. Genährt werden solche latent nationalistischen Deutungsmuster von deutschen Politikern und den Medien, die entsprechende «Lösungen» der Krise vorschlagen: Die Griechen müssten mehr sparen, mehr arbeiten und ihr öffentliches Eigentum verkaufen – und wenn das alles nichts hilft, muss Griechenland eben raus aus der Euro-Zone bzw. bankrott machen. Das Dumme daran: Weder sind die genannten Ursachen der Krise zutreffend, noch die Auswege zielführend.

Hervorgegangen aus dem RLS-Projekt «Lasst uns über Alternativen reden… », in Kooperation mit dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

http://www.rosalux.de/publication/37617

Die nette schwarze Katze von Nebenan… Lustiges Mobivideo zu M31

Na das ist ja mal ne nette Katze [...] und gleichzeitig ein süßes Mobivideöchen:

http://march31.net/2012/asides/baby-wildcat-strikes-again/

Noch besser, zur Mobilisierung und raschen Aufklärung über den Hintergrund der Krisenproteste und Verhältnisse ist die Präsentation aus dem M31-Bündnis geeignet:

http://march31.net/de/2012/news-de/prasentation-spendenkonto/

Zur allgemeinen Mobilisierung aus Berlin hier die Bündnisseite:

http://march31.net/de/berlin/

Nächster MobiTermin in Berlin: *Mi 21.3. 19 Uhr. Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Straße 134).*
“Veranstaltung: Perspektiven europäischer Kämpfe gegen die kapitalistische Krisenpolitik”

http://m31berlin.blogsport.de/images/thumb-flyer21312.JPG

http://m31berlin.blogsport.de/

Zu “Griechenland”, “Schulden”, “Krise”, die M31 Times

Für den 30. und 31.3. sehr empfehlenswert zu lesen:
die “M31-Times” (aus Bremen, Göttingen, Hannover, Köln, Frankfurt a.M.):
http://ps.vetomat.net/wp-uploads/2012/03/m31-times.pdf-Seiten.jpg
(http://www.no-racism.de/wp-content/uploads/2012/03/m31-times.pdf)

http://www.no-racism.de/m31-times/

http://basisgruppe-antifa.org/2012/02/29/m31-times-zeitung-gegen-den-kapitalistischen-normalzustand/

(www.scribd.com/doc/83241945/m31-Times)

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http://www.fastforwardhannover.net/textarchiv/

http://march31.net/de/goettingen/

http://eurokrise.blogsport.de/

http://krise.blogsport.de/

http://march31.net/

Empfehlung, 12.3.2012 ab 19 Uhr: VERSCHLÜSSELUNGSWORKSHOP zu Computer- und Internetsicherheit im Veto

VERSCHLÜSSELUNGSWORKSHOP zu Computer- und Internetsicherheit
oder: Wie am Besten Cops und Werbeprofis nerven?

Montag 12.3. 2012 ab 19 Uhr
Vetomat (Scharnweberstr. 35, U-Bhf. Samariterstr.)

Warum sind eigentlich Postkarten (außer für ein paar unverfängliche Urlaubsbussis) aus der Mode gekommen? Weil es bescheuert ist, persönliche, politische oder anderweitig sensible Informationen öffentlich einsichtig und leicht abfangbar über ein Unternehmen mit Eigeninteressen zu kommunizieren. Das erscheint schlüssig. Beim Email-Verkehr gibt es jedoch kaum einen ähnlich sensiblen Umgang mit den privaten und/ oder politischen Daten. Dabei ist das Risiko um einiges höher – fallen doch wesentlich mehr (sensible) Daten an: Über unsicheren Internetgebrauch lassen sich soziale Netze leicht rekonstruieren, persönliche Vorlieben und Kontakte erschließen und politische Einstellungen und Aktivitäten nachverfolgen. Auch wenn wir euch nicht helfen können, euren Internet- und Computerkonsum 100% sicher zu gestalten: Wir können euch unterstützen, ihn zumindest sicherer zu machen und die Wahrscheinlichkeit, dass staatliche und wirtschaftliche Unternehmen eure Daten sammeln und auswerten, verringern.

Nach einem kurzen Input zu Festplatten- und Emailverschlüsselung (Warum und was sollte wie verschlüsselt werden?) gibt’s praktische Unterstützung – bringt am Besten direkt eure eigenen Rechner mit. Schwerpunkt liegt auf Support von Linux und Windows.

Ein Workshop von Systemli.org

in Kooperation mit:
Vetomat (https://vetomat.net/),
nerdcafé (http://nerdcafe.10247.net/),
Seminar für angewandte Unsicherheit [SaU] (http://unsicherheit.tk/)

http://wp.vetomat.net/index.php/2012/03/12-3-2012-ab-19-uhr-verschlusselungsworkshop-zu-computer-und-internetsicherheit/

http://unsicherheit.tk/aktionen.php#sicherinternet

Politsalon am 30.3.2012 zu “Griechenland” und “den Schulden” und “der Krise”

Gespräch wider Irrtümer, Vorurteile und regressive bis reaktionäre Kritik, Fehlschlüsse, Nationalismus und falsche Zuschreibungen.

Zur Vorbereitung sei dazu u.a. erstmal folgendes Papier empfohlen, welches wir am 30.3. lesen und besprechen möchten: “Verkauft doch eure Inseln, ihr Pleite-Griechen!” (von der iL Ini Düsseldorf – “see red!”)
http://www.anti-kapitalismus.org/wp-content/plugins/download-monitor/download.php?id=12 (PDF)

Pleitegriechen

Notforsale

Wie immer wird es vorab ausgedruckte Versionen im Hintazimmachen/Nebenzimmerchen im Veto, auf der Holzablage, zur Ansicht, geben.

Zum 30.3. werden dann noch mehrere ausgedruckte Versionen vorliegen.

Weitere Lesevorschläge sind herzlich willkommen (schreibt doch einfach einen Kommentar dazu) – und werden dann hier als Ergänzungen aufgenommen. Siehe also dann ggf. unten, bei den sonstigen Kommentaren.

Wer ein kurzes Inputreferat zu “Griechenland” halten möchte (z.B. zur Geschichte und dem Zusammenhang mit der EU/EG) kann ebenso verfahren und Kontakt via Email oder Jabber aufnehmen.

PS: Der Politsalon ist kein Teil der “iL” oder von irgendeiner anderen Organisation und wird es auch nicht werden. Wir lesen und behandeln kritisch wie und was uns gefällt. Mehr über die Gesprächsplattform Politsalon im Vetomat findet Ihr hier unter der Selbstdarstellung (siehe Menü oben).

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Des Weiteren empfehlen wir die internationalen, antinationalen, “Krisenproteste” am 31.3.2012, u.a. in Frankfurft am Main.
www.march31.net

m31 banner

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Aufruf zum 31.3.12 von UmsGanze http://umsganze.org/m31-its-not-enough-to-be-angry-fight-capitalism-100-percent/

UG-Gruppe in Berlin: TOP B3rlin http://top-berlin.net/

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Antikapitalistische Zeitschrift zur Erklärung zu den Aktionen am 31.3.12:

M31 Times

Pünktlich zum Beginn der heißen Phase der Mobilisierung zum europaweiten M31 Aktionstag, welcher sich gegen autoritäre Krisenpolitik und den verrückten kapitalistischen Gesamtzusammenhang richtet, erscheint dieser Tage bundesweit die “M31 Times”.

Die Zeitung ist ein gemeinsames Projekt der Basisgruppe Antifaschismus Bremen, der Gruppe Fast Forward Hannover, dem Antifa AK Köln und dem Antikapitalistischen Krisenbündnis Göttingen.”

http://www.no-racism.de/m31-times/
http://www.no-racism.de/wp-content/uploads/2012/03/m31-times.pdf

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Indymedia de Artikel dazu: http://de.indymedia.org/2012/03/325782.shtml

Jeder Tag ist Frauenkampftag! / 8. März Weltfrauentag

Hier mal etwas Interessantes zum 8. März und einer Kundgebung am 9. März in Berlin Kreuzberg, aufgelesen – nach einem Falter und Plakat in den üblichen Verdächtigen Bars und Cafes – von http://www.dazwischengehen.org/:

“Internationaler Frauenkampftag 2012 – die interventionistische Linke ist dabei
Die gesellschaftliche Realität von sozialer Ungleichheit, patriarchalen Unterdrückungsverhältnissen und männlicher Hegemonie zeigt, dass der „historische“ Feminismus nichts von seiner Notwendigkeit verloren hat. Wir wollen anknüpfen an diese feministischen Bewegungen in ihrem Kampf um die Gleichstellung von Frau* und Mann* und gleichzeitig fernab von diesen konstruierten Kategorien Räume für vielfältige Identitäten öffnen. Denn Zweigeschlechtlichkeit und Heteronormativität bleiben trotz Aufweichungen im öffentlichen Diskurs entscheidende Strukturelemente in unserer Gesellschaft. Ein 8. März sollte auch die Lebens- und Liebensformen in den Blick nehmen, die nicht in diese heteronormative Matrix passen. In diesem Sinne solidarisieren wir uns mit all jenen in der Welt, die am 8. März demonstrieren, feiern, streiken, sabotieren und die Verhältnisse zum tanzen bringen. – weiter – 8. März jeden Tag! Für den Feminismus! Die Emanzipation aller Menschen erkämpfen! Kristina Schröder. Extrem unsozial. Extrem anti-feministisch. Extrem reaktionär. “:

“Kristina Schröder. Extrem unsozial. Extrem anti-feministisch. Extrem reaktionär.
Betreuungsgeld verhindern! Jeder Tag ist Frauenkampftag!

8. März 2012: Der internationale Frauenkampftag ist ein guter Anlass, sich genauer anzuschauen, was das zuständige Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eigentlich so treibt. Nichts Erfreuliches, soviel steht fest: Zivilgesellschaftliche Initiativen geraten unter Extremismusverdacht [1], nicht Rassismus, sondern „Deutschenfeindlichkeit” [2] wird zum Problem erklärt und das Elterngeld für ALG-II-Empfänger_innen wurde schlicht gestrichen [3]…

Für Familienministerin Kristina Schröder – die auch zuständig ist für „Frauenpolitik“ – ist das nicht genug: Ihre neueste Erfindung ist das Betreuungsgeld, dessen Gesetzesentwurf derzeit zur Debatte steht. Das Betreuungsgeld richtet sich an Eltern, die während des zweiten und dritten Lebensjahres ihres Kindes keinen staatlichen Kita-Platz in Anspruch nehmen, sondern die Kinderbetreuung selbst organisieren möchten. Als finanziellen „Ausgleich“ bekommen sie dafür ca. 150 € gezahlt.

Dass Kristina Schröder nicht aus feministischer Überzeugung handelt, ist längst bekannt. Hinter Begriffen wie „Wahlfreiheit“ versteckt sich ihre rechts-konservative Weltsicht. Grund genug, sich den Gesetzesentwurf mal genauer anzuschauen!
Vier Fragen zum Betreuungsgeld

Das Betreuungsgeld als Ausgleich für staatliche Leistungen?

Kristina Schröder möchte dafür bezahlen, dass ein Kita-Platz nicht in Anspruch genommen und damit eine staatliche Einrichtung nicht genutzt wird. Zur Verdeutlichung: Wir werden auch nicht dafür entschädigt, dass wir ein Schwimmbad oder eine Bibliothek nicht betreten. Das heißt: Das Familienministerium entzieht sich dem staatlichen Auftrag, öffentliche Einrichtungen und Infrastruktur zu schaffen, und in diesem Fall dem Gesetzesauftrag, bis 2013 genügend Kita-Plätze für alle Kinder zu realisieren. Die Rechnung ist einfach: Wenn Eltern Kita-Plätze nicht in Anspruch nehmen, müssen auch keine weiteren geschaffen werden. Obwohl 80% der Bevölkerung das Betreuungsgeld ablehnen und sich mehr Kita-Plätze wünschen – für den Staat ist das Betreuungsgeld billiger. Von Ausgleich kann hier also nicht die Rede sein!

Das Betreuungsgeld als Anerkennung unbezahlter Arbeit?

Die Forderung nach Anerkennung von Haus- und Sorgearbeit ist eine alte feministische Forderung. Klar ist, dass Kristina Schröder hier einiges missverstanden hat. Anerkennung würde heißen, dass die Person, die für diese Betreuungsarbeit bezahlt wird, auch gut davon leben kann. Das gilt für die Oma, die in Altersarmut lebt und ihre kaum vorhandene Rente aufbessern muss. Das gilt für die Kita-Angestellte, die permanent Überstunden leisten muss. Das gilt für die migrantische Hausarbeiterin, die befristete Aufenthaltspapiere hat und ungenügend versichert ist. Und das gilt auch für die Mitbewohner_innen, die sich für eine Co-Elternschaft entschieden haben. Bei 150 € von Anerkennung zu sprechen, ist ein schlechter Witz. Davon kann kein Mensch leben, egal ob mit oder ohne Kind!

Das Ganze hat auch eine gesellschaftliche Dimension: Mehrheitlich sind “Frauen” [4] diejenigen, die Haus- und Sorgearbeit leisten. Auf diese unbezahlte und unsichtbar gemachte Arbeit kann der Kapitalismus in seiner jetzigen Form nicht verzichten. Mit dem Betreuungsgeld verfestigt sich eine geschlechtliche Arbeitsteilung und mit ihr überkommene Geschlechternormen. Das mag im Sinne von Ministerin Schröder sein. Emanzipatorische Politik sieht aber anders aus!

Das Betreuungsgeld für alle?

Noch ist ungeklärt, ob wirklich ALLE das Betreuungsgeld erhalten sollen. ALG-II-Empfänger_innen stehen nicht nur beim Elterngeld, sondern auch bereits bei der Vergabe von Kita-Plätzen hinten an. Wenn diese nun auch vom Betreuungsgeld ausgenommen werden, führt die Ministerin ihre sozialchauvinistische Politik fort. Ihre Vergabepraxis basiert auf einem Leistungsprinzip, das Menschen selbst für ihre Situation verantwortlich macht. Zugleich öffnet sie damit Raum für andere rassistische und sozialchauvinistische Stimmen, die behaupten, staatliche Gelder würden „versoffen“ oder in die „Mitgift der verheirateten Tochter“ gesteckt. Schluss jetzt mit diesen Klischees! Es muss eine finanzielle Absicherung für alle geben, egal ob wir in Lohnarbeit stecken oder nicht. Statt selektivem Betreuungsgeld wollen wir ein sicheres Auskommen – sei es in Form eines Existenzgeldes oder eines absichernden Einkommens für alle.

Das Betreuungsgeld als Wahlfreiheit?

Um Kinder vor dem staatlich geförderten „Umerziehungsprogramm“ in Kinderbetreuungseinrichtungen zu schützen, sollen Eltern ihre Kinder auch zu Hause betreuen können. Schröder bedient mit ihrem Argument der Wahlfreiheit nicht nur den rechts-konservativen Flügel der CDU/CSU, sondern auch die selbsternannte „Mitte der Gesellschaft“. Dass es für Kinder durchaus Vorteile hat, gemeinsam mit anderen Kindern erzogen zu werden, wird dabei vergessen. Schröders Wahlfreiheit bedeutet die Verfestigung von Geschlechternormen und heterosexistischen Kleinfamilienarrangements. Ihre Wahlfreiheit bedeutet die Ausgrenzung all derjenigen, die eine finanzielle Anerkennung am meisten bräuchten oder schlicht keine Kleinfamilie im klassischen Sinn sind. Schröders Wahlfreiheit bedeutet besonders für „Frauen“: Prekarisierung, Altersarmut und Abhängigkeit vom „Partner“. Besser wäre eine gerechte Umorganisierung von Familien-, Lebens- und Arbeitsverhältnissen. Ganz ehrlich, „Frau“ Ministerin, your “Wahlfreiheit” – my ass!

Wahlverwandtschaft statt Kleinfamilie!

Das Betreuungsgeld ist eine Neuauflage von staatlicher Förderung und Privilegierung der heterosexuellen Kleinfamilie (Vater, Mutter, Kind). Über finanzielle Anreize wird dieses Familienmodell privilegiert und als die normale Lebensform hergestellt. Gefördert wird eine Arbeitsteilung, die von zwei Geschlechtern ausgeht und diesen je unterschiedliche Aufgaben zuweist. Dabei wird auch unter den Tisch gekehrt, dass Kleinfamilien – als Kern der sozialen und ökonomischen Ordnung – machtvolle Institutionen sind, die die Aufrechterhaltung einer heterosexuellen Geschlechternorm ermöglichen. Die Trennung zwischen öffentlicher und Privatsphäre, die grundlegend ist für die kapitalistische Gesellschaftsordnung, erschwert zudem die Thematisierung von Gewalt in Familien. Denn häusliche und sexualisierte Gewalt in Familen gilt bei vielen nach wie vor als “Privatangelegenheit”. Die Förderung dieser Familienform halten wir als QueerFeminist_innen daher für reaktionär und nicht tragbar! Was wir brauchen, sind Wahl-Familien, in denen wir unsere verschiedenen Lebensentwürfe und Begehrensweisen umsetzen können!

Her mit den vielfältigen Familien- und Lebensformen!

Wir wollen …
… keine Einführung des Betreuungsgeldes!
… die Gleichstellung aller Familienformen mit der Hetero-Kleinfamilie!
… kostenlose Kita-Plätze für alle!
… ein tatsächliches Adoptionsrecht für Lesben, Schwule und Trans*!
… die Abschaffung von ALG-II!
… Existenzgeld für alle!
… das schöne Leben!

Jeder Tag ist Frauenkampftag!
Kommt alle am 9. März 2012 ab 15:00 Uhr zur Mitmach-Kundgebung am Spreewaldplatz (U1 Görlitzer Bahnhof, M29 Spreewaldplatz)! Wir haben die Schnauze voll von Kristina Schröders reaktionärer Familienpolitik. Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Hetero-Kleinfamilie nur eine Lebensform neben vielen ist! Wir wollen am Internationalen Frauenkampftag mit euch über Realitäten und Utopien von Familie diskutieren:
Wie stellst du dir Familie und Elternschaft vor? Mit wem möchtest du leben? Was steht dir dabei im Weg? Was nervt dich an den aktuellen Regelungen, wie z.B. Elterngeld oder Betreuungsgeld? Wie organisierst du deine Haus- und Sorgearbeit? Wie könnte eine emanzipatorische Familienpolitik jenseits von Schröders Politik aussehen?

Komm vorbei!
Lasst uns gemeinsam Schröder dissen! Und uns über unsere Kämpfe und Utopien austauschen!

Info-Anhang:
[1] EXTREMISMUSKLAUSEL = Seit 2011 müssen zivilgesellschaftliche Initiativen als Voraussetzung für den Erhalt von Bundesfördermitteln eine schriftliche Einverständniserklärung unterzeichnen, nach der sie sich verpflichten, im Rahmen ihrer Vereinstätigkeiten die Unterstützung “extremistischer” Strukturen auszuschließen und nur mit solchen Partner_innen zusammenzuarbeiten, die die “Ziele des Grundgesetzes” teilen.
[2] „DEUTSCHENFEINDLICHKEIT“ = Ende 2010 erfand Kristina Schröder die “Deutschenfeindlichkeit” und bezeichnet diese höchstpersönlich als Rassismus. Diese Gleichsetzung ist falsch, da Rassismus ein Machtverhältnis beschreibt, das – solange sich die Dominanzverhältnisse nicht ändern – nicht einfach umgedreht werden kann.
[3] STREICHUNG DES ELTERNGELDES FÜR ALG-II-EMPFÄNGERINNEN = Seit 2011 wird das Elterngeld bei ALG-II-Empfänger_innen angerechnet, d.h. es wurde de facto gestrichen.
[4] „FRAUEN“ = Von „Frauen“ reden wir in Anführungsstrichen, um deutlich zu machen, dass Geschlechter gesellschaftlich gemachte Kategorien sind. Diese Kategorien „Frau“ und „Mann“ sind nicht nur mit vielen Klischees und Stereotypen verbunden, in ihnen drücken sich auch ganz reale Machtverhältnisse aus. Wenn es nicht um das spezifische Machtverhältnis geht, schreiben wir geschlechtsneutral: Mit einem Unterstrich, der Raum für Geschlechter fernab von “Frauen” und “Männern” lässt.

INTERVENTIONISTISCHE LINKE (IL): Die IL hat ihre Ursprünge in der undogmatischen radikalen Linken in den 1990er Jahren in [der BRD]. Ihr Themenspektrum reicht von „Antifaschismus“, der „sozialen Frage“ bis zu Themen [wie] „Antimilitarismus“ und „Internationalismus“. Öffentlich wahrnehmbar wurde die IL vor allem bei den Protesten in Heiligendamm 2007, bei der Aktion „Block G8“ oder später bei „Dresden Nazifrei“ und „Castor Schottern“. Die IL Berlin ist über folgende Email-Adresse ansprechbar: il-berlin [at] dazwischengehen [dot] org”

http://www.dazwischengehen.org/story/2012/02/kristina-schr-der-extrem-unsozial-extrem-anti-feministisch-extrem-reaktion-r

Vorschau / Planungen / Themenvorschläge / Referent_Innen gesucht

Politsalon, jeden letzten Freitag im Monat im Vetomat

Vorschau 2012

Gesammelte Themenvorschläge:

1. Definitionsmacht – Diskurshegemonie

2. Radikaler Humanismus – Anthropozentrismus

a)Gesundheitspolitik / Biopolitik (vgl. z.B. Themen der Konferenz “Getrübte Biotope”)
b) PID-Diskurs
c) Menschen mit Behinderung? Behinderte, Krüppel, Alte, Kranke, Schwache, Kinder,
was haben sie gemeinsam?
d) Linke, emanzipatorische Ökologie

->

i) “Go vegan”? Go human! Von den Schwierigkeiten der Emanzipation der/des Menschen.
Von der Fokussierung auf Enthaltungen und selbstzerstörerische Askese, wie hängen sog. Eßstörungen und Boykottideen zusammen, wie kann eine progressive, undogmatische (APO-)Linke aus der Selbstkasteiung herauskommen und das menschliche Selbst behaupten?

ii) Kritische Auseinandersetzung mit den Diskursen der Umweltbewegung und der sog. Tierbefreiung,
Erdbefreiung, TierRechten, und dem sog. “Antispeziesismus”.

iii) Menschenrechte – Frauenrechte und Tierrechte? Kritik des totalen Dekonstruktivismusses und gew.
sog. Interdependenztheorien

iv) Wann ist der Mensch ein Mensch? “Der Mensch ist Mensch weil er irrt und weil er kämpft” – Herbert
Grönemeyer – Mensch (hier nur als !Bsp.! ein Songtext:)
“Und der Mensch heißt Mensch
Weil er irrt und weil er kämpft
Und weil er hofft und liebt
Und weil er mitfühlt und vergibt
Und weil er lacht
Und weil er lebt
Du fehlst” (sic.)

4. Erkenntnistheorie/n. Auf dem Weg zur Befreiung der/des Menschen. Probleme der Selbsterkenntnis,
Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung, …

5. Lass Dich nicht irre machen, aber warum nicht irre sein dürfen? Von einer Kritik des Irrationalen
zu einer Kritik der Verwertungslogik, der sog. Verwertungsfähigkeit des Menschen als sog. Human-
Kapital.

a) Warum sind wir gegen Religion, Esoterik und die Kirche? Und was unterscheidet das vom Glauben?

b) Wieviel Authismus ist die Wirklichkeit – respektive “Realität”?

c) ADS/ADHS? Alles doofe (Leistungs-)Schikane, alles Histerie oder Sonstwas?
(Anfrage: KinderrechtszänkerInnen – Krätzä?!?)

6. Kapitalismus und Erscheinungsformen, Krisen, Depressionen, etc.

(Vor-)Lesungen?
Welche Texte? Wann oder speziell zu welchem Thema?
Besser ein Input-Referat, einen Vortrag halten oder einen bereits geschriebenen Text, usw., lesen?

Wer kennt nette ReferentInnen die einen Input zu den Themen vorbereiten können und Menschen die noch mitmachen wollen?

Wann was ???

Die genaue Timeline kommt noch, nach Absprache.

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