Monthly Archives: April 2012

29.4. Kaffeekränzchen mit Polittalk

Ein Moderator der Trendgespräche wird uns einen kleinen Überblick (Input) zum Einstieg in die momentan laufende sog. Organisationsdebatte (in Berlin) geben. Was wir dann dazu meinen oder davon zu halten haben können “wir” alle für uns selbst in der anschließenden Diskussion oder sonstigem Gesprächsaustausch herausfinden. Bitte achtet darauf im Dialog zu bleiben. Monologe finden wir (zwei zumindest) immer soo langweilig und altbacken…
Ansonsten können wir gerne an alte Themen anknüpfen und uns z.B. ein bisschen gegenseitig über die diversen Spektren in momentanen Orgas, o.ä., informieren.

Politsalon
29.4.2012
Ab 14Uhr im Vetomat
Scharnweberstr. 35
10247 Berlin
Friedrichshain

27.4. Politsalon verschoben auf den 29.4. – 14Uhr

Der Politsalon wurde auf den Sonntagnachmittag – 29.4. – verschoben.

“Wir” treffen uns dann wieder zum Politsalon als “Matinee” am 29.4. zum Eisessen ab 14Uhr im Veto.

https://politsalon.vetomat.net/index.php/2012/04/11/empfehlung-fur-den-27-4-politsalon-matinee-am-29-4/

https://politsalon.vetomat.net/index.php/2012/04/08/27-4-29-4/

https://politsalon.vetomat.net/index.php/2012/04/10/terminanderungen-neukonstellation/

11.5. Soliveranstaltung für Frau Konietzco im Vetomat

Am 11.5.2012 wird es eine Solidaritätsveranstaltung für die von Mobbing und Repression betroffene Alten- und Krankenpflegerin, bzw. Helferin und Hauswirtschafterin, Frau Konietzco im Veto geben.

Ihr Fall ist sehr gut unter http://konietzko.blogsport.de/ beschrieben.

Diese Vorgänge sind als allzu exemplarisch im sehr prekär gewordenen Pflegesektor, insbesondere in Berlin, anzusehen.
Wir warnen jedoch vor zu großer Vereinnahmung und gewissen Selbstdarstellungspraxen und raten zu umsichtigerem Umgehen mit der sog. Klassenjustiz.

Wie der soziale (Arbeits-)Kampf dagegen von der Basis her (basisgewerkschaftlich) organisiert werden kann war in Berlin neuestens wieder u.a. Thema bei einem sog. Roten Abend der “Internationalen KommunistInnen” Berlin im Zielona Gora in Fhain, die sich u.a. auch an der sog. Neuen Antikapitalistischen Organisationsdebatte beteiligen, die der Politsalon – aufgrund der bisher darin vertretenen Gruppen, Einzelpersonen, (Ziel)Formulierungen, usw., noch mit großer Skepsis sieht, eine weitere diskursive Beteiligung aber nicht für ausgeschlossen hält und dies auch ausdrücklich Anderen (Dritten), sowie Interessierten empfiehlt.
(http://interkomm.so36.net/frame.php)

Hiermit wird dazu der Text “Um was es geht” zur Sache von Frau Konietzko dokumentiert:

Um was es geht
31. März 2012 in Informationen
Der Fall An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko

Um was es geht

Ein Ver such aus einer lan gen Ge schich te einen kur zen Über blick zu ma chen

Der ge sell schaft li che Hin ter grund

Das po li ti sche Mi lieu der Aka de mi ker in Deutsch land war über Ge ne ra tio nen ver läss­lich kon ser va tiv bis re ak tio när. Zu letzt im Fa schis mus waren die Hoch schul ab sol ven­ten mit we ni gen Aus nah men eine feste Bank in der Hier ar chie des Füh rer staa tes. Erst der Stu den ten be we gung der 60er Jahre ge lang ein Bruch mit die ser Tra di ti on, des sen Fol gen trotz Ra di ka len er lass und an de rer Prä ven tiv maß nah men bis zur Wende nach wirk ten und auch die Trä ger der schwar zen Roben nicht un be ein flusst ließ. Ge ra de die Ar beits ge richts bar keit war lange eine Do mä ne, in der auch linke An­wäl te und Rich ter ihre Duft mar ken hin ter lie ßen und be son ders dreis ten Macht an sprü­che von Ar beit ge bern immer mal wie der Gren zen set zen. Ge gen wär tig drängt sich nun der Ein druck auf, dass es auch damit vor bei ist und immer we ni ger und Rich­ter/innen noch In ter es se und Em pa thie für die Zwangs la gen von Lohn ab hän gi gen auf brin gen, je doch große Zu ver läs sig keit an den Tag legen, wenn das „Recht am ein­ge rich te ten und aus ge üb ten Ge wer be be trieb“ be droht scheint . Dies wurde zu letzt in den Ar beits ge richts pro zes sen von Bar ba ra Emme („Em me ly) und Bri git te Hei nisch deut lich. Em me ly muss te bis zum BAG gehen, um ein Ur teil zu be kom men, das die aus ge spro che ne frist lo se Kün di gung aus Grün den feh len der In ter es sens ab wä gung an nul lier te. Bri git te Hei nisch pro zes sier te bis zum Eu ro päi schen Ge richts hof für Men­schen rech te, um zu er rei chen, dass deut sche Ar beit neh mer/ innen nicht beim Ein tritt in den Be trieb ihre Bür ger rech te ab zu ge ben haben. Seit dem ist es auch in Deutsch­land recht lich zu mut bar, wenn Ar beit neh mer/innen die Öf fent lich keit über un trag ba re Miss stän de am Ar beits platz in for mie ren, falls der Ar beit ge ber nicht be reit ist diese zu än dern.

Das Wich tigs te in einem Ab satz

In die sen Kon text passt auch die fol gen de Ge schich te einer Frau, die nicht be reit war, eine Ar beits si tua ti on hin zu neh men, die sie aus nutz te und zudem Men schen, die ihr in Obhut ge ge ben sind, ge fähr de te. Sie zeig te Ver ant wor tungs be wusst sein und Mut sich zu weh ren. Durch das vom Ar beit ge ber zu ver ant wor ten de Mob bing (ei gent lich Bos­sing) wurde sie auch ar beits un fä hig und ist jetzt auf Zeit früh ver ren tet. Da sie nicht be­reit ist die Kos ten für ver lo re ne, mitt ler wei le rechts kräf ti ge Ur tei le zu be zah len und auch eine ei des statt li che Ver si che rung ver wei gert, droht ihr jetzt die Er zwin gungs haft. Ko nietz ko for dert die Auf klä rung des Pro zess be trugs und eine Neu auf nah me des Ver­fah rens. Nach un se rer Über zeu gung sind die Ur tei le das Er geb nis eines Pro zess be­trugs des Ar beit ge bers, dem Ge rich te und Staats an walt schaft auf ge ses sen sind.

Die Ar beits si tua ti on und das ver lo ge ne Spiel der HKP

Am 1.​2.​2001 un ter schrieb die da mals 32 jäh ri ge Haus wirt schaft le rin An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko einen Ar beits ver trag bei einem pri va ten Pfle ge dienst leis ter, der heu ti gen Haus kran ken pfle ge Ber lin Mitte HS GmbH, als Pfle ge hel fe rin. Ihr Stun den lohn be trug 6,00 € spä ter ab 2003 6,77 € brut to pro Stun de (hier ist ei gent lich ein pau scha ler Lohn für die Nacht ver ein bart worde, sagt der Ar beit ge ber). Die Nacht schicht dau er te von 20.​30 Uhr bis 7.​30 Uhr. In den Nacht schich ten soll te sie laut Stel len be schrei bung 3 h Ar beits leis tung er brin gen und den Rest Be reit schafts dienst leis ten. Ge zahlt wur­den ihr al ler dings statt 11 nur 10 Stun den. Der von ihr ge leis te te not wen di ge Nacht­wa chen dienst über die volle Zeit wurde vom Ar beit ge ber nicht ver gü tet. Die feh len de Stun de wurde vom Ar beit ge ber als Pause de kla riert. Ein Nacht wa chen dienst sah er als nicht not wen dig an, ob wohl der 8-​stün di ge Be reit schafts dienst eine als „ge fähr li­che Pfle ge“ ein ge stuft wer den muss.
Ganz ent schei dend war die Tat sa che, dass An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko ihre Nacht­diens te in einer De menz-​Wohn ge mein schaft ver rich te te. Die Se ni or/innen be woh nen hier ihre ei ge nen vier Wände, je doch sind diese schwer-​ und schwerst pfle ge be dürf ti­gen de menz kran ken Men schen in einer psy chi schen und ge sund heit li chen Ver fas­sung, dass sie sich nicht mehr selbst ver sor gen kön nen. Sie müs sen durch einen 24-​Stun den dienst be treut, ge pflegt und über wacht wer den. Die Pfle ge kräf te müs sen also über die ge sam te Zeit prä sent sein und kön nen sich nicht in Be reit schaft zu rück­zie hen. Sie kön nen sich nicht Schla fen legen, da sie nicht bei Not fall si tua tio nen ge ru­fen wer den, son dern diese selbst er ken nen müs sen. Diese 24 h Be treu ung ist auch der vor ge schrie be ne Ver sor gungs stan dard. Das alles er gibt sich aus den Stel lung­nah men der zu stän di gen Pfle ge ver bän de und Ex per ten.
Diese Rund-​um-​die Uhr-​Be treu ung hatte im vor lie gen den Fall der Ar beit ge ber, die HKP Ber lin Mitte HS GmbH, auch per In ter net an ge bo ten und die ge setz lich be stimm­ten Be treu er/innen der Se ni or/innen ver lie ßen sich auf die sen Stan dard eben so wie die Pfle ge ver si che rung oder der Be zirk, die ihre Ta ges sät ze nach die ser ver spro che­nen Leis tung fest le gen.
Der Ar beit ge ber or ga ni sier te in Wirk lich keit je doch seit 1999 nicht die zu ge sag te 24-​Stun den-​Ver sor gung, wel che eine Nacht wa che im Nacht dienst ein schließt, son dern nur eine Nacht be reit schaft, die lt. Ar beits ver trag von Frau Ko nietz ko so be schrie ben wurde: „Der Um fang der Ar beits leis tung ist so zu wäh len, dass die Auf ga ben in 3 Stun den zu er le di gen sind. Die ver blei ben de Zeit ist Be reit schafts dienst.“ Von die ser wirk lich keits frem den Kon struk ti on wur den je doch weder die Be treu er/innen der WG-​Be woh ner/innen noch die ge setz li chen Auf sichts be hör den und Ko ope ra ti ons part ner in Kennt nis ge setzt. Hier drängt sich der Ver dacht auf, dass die Firma ein dop pel tes Spiel ge trie ben hat, um sich durch ver trags brü chi ges Ver hal ten Gel der an zu eig nen, die ihr auf grund der tat säch lich er brach ten Leis tung nicht zu ste hen.
Die ar beits recht li che Kon struk ti on der Diens te ver stieß zudem gegen das Ar beits zeit­ge setz, da es unter den ge ge be nen Be din gun gen – die Nacht diens te wer den nur von einer Per son ge leis tet – nicht mög lich ist, die ge setz lich vor ge schrie be nen Pau sen ein zu hal ten. Nach gül ti ger Ar beits recht spre chung sind in ak ti ve Zei ten eines Be reit­schafts diens tes je doch keine Pau sen (BAG 5 AZR 157/09) son dern Pau sen sind Zei­ten, in denen der Ar beit neh mer kei ner lei Ar beits ver pflich tun gen hat. Wenn die Schicht­zeit von der ers ten bis zur letz ten Mi nu te je doch durch die Auf sichts pflicht be stimmt ist, muss der Ar beit ge ber dafür sor gen, dass Per so nal vor ge hal ten wird, das den be trof­fe nen Ar beit neh mer wäh rend der Pau sen zei ten ver tre ten kann. Die dafür er for der li­chen Kos ten hat der Ar beit ge ber je doch ge mie den. Er hat den Nacht dienst nicht für die ge sam te ge leis te te Ar beit be zahlt und ihm zudem die ge setz lich vor ge schrie be­nen Pau sen ver wehrt, da er die Ar beit so or ga ni sier te, dass die be trof fe nen Pfle­ger/innen keine Pause ma chen konn ten ohne ihre Auf sichts pflicht zu ver let zen.
So be fand sich in der WG u.a. eine bett lä ge ri ge Se nio rin, die durch eine PEG-​Son de er nährt wurde und in der Folge mehr fach durch Ab sau gen vor dem Er sti cken be wahrt wer den muss te. Dies ist eine Ar beit, die nur von ge schul ten Pfle ge fach kräf ten durch­ge führt wer den darf. Doch die HKP stell te dafür in den Nacht diens ten nicht das er for­der li che Per so nal. Sie be gnüg te sich mit un ge lern ten Mit ar bei ter/innen, wie Frau Ko­nietz ko. Auch hier ver stieß die HKP gegen die per Ver trag an er kann ten ge setz li chen Auf la gen.

An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko be schwert sich und drängt auf Ab hil fe der un trag ba ren Si­tua ti on

Frau Ko nietz ko be schwer te sich bei der Wohn be reichs lei te rin und for der te sie auf, die Zu stän dig kei ten be tref fend des Ab sau gens zu klä ren, doch es ge schah nichts. Die Wohn be reichs lei te rin küm mer te sich nicht darum. Als sich Frau Ko nietz ko bei der stell ver tre ten den Pfle ge dienst lei tung (PDL) be schwer te, er klär te die HKP dar auf hin kurze Zeit spä ter, Frau Ko nietz ko dürfe wie alle an de ren Hilfs kräf te auch die Mund höh­le der Se nio rin ab sau gen. Frau Ko nietz ko’s an dau ern de Kri tik am Be reit schafts dienst wurde von den Vor ge setz ten wei ter hin kon se quent igno riert.

Mob bing und Ab mah nun gen als Ant wort

Nach ihren Be schwer den wurde An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko erst von zwei Vor ge setz ten und dann vom Ge schäfts füh rer so lan ge ge mobbt, bis sie im Juni 2006 bis Sep.​2006 ar beits un fä hig wurde. Auch der über diese un halt ba ren Miss stän de im Be trieb auf­klär te Be triebs arzt ver wei ger te jeg li che Un ter stüt zung.
Hatte der Ar beit ge ber 2003 ihr noch at tes tiert, sie ar bei te zur „volls ten Zu frie den heit“ des Ar beit ge bers und leis te eine „her vor ra gen de Pfle ge und Be treu ung“, war sie plötz lich für das Un ter neh men nur noch un trag bar. Die HKP woll te nun ihre Mit ar bei te­rin so schnell wie mög lich los wer den. Und man war in der Wahl der Mit tel nicht wäh­le risch. Als sich her aus stell te, dass die plötz li che“ per so na non grata“ auf ihrem Stand punkt be harr te und nicht ein lenk te, er griff der Ge schäfts füh rer dras ti sche re Maß nah men. Der Ge schäfts füh rer Hel mut Sei bold such te Frau Ko nietz ko am 18.​10.​2006 un an ge mel det bei ihr zu Hause auf, über gab ihr die erste Ab mah nung und nö­tig te sie diese zu un ter schrei ben. Im Ver lauf des ers ten Ge richts ver fah rens zog er diese wie der zu rück. Im Okt. 2006 wurde ihr der Ur laub ver wei gert. Die rechts wid ri ge Aus zah lung des Ur laubs er folg te im No vem ber 2006. Der Rechts walt der HKP über­rum pel te dann am 10.​12.​2006 un an ge mel det Frau Ko nietz ko wäh rend ihrer Nacht­schicht in den Räu men der De menz-​WG. Über 1 ½ Stun den trak tier te er die Pfle ge­hel fe rin, um sie zu nö ti gen, einen Auf lö sungs ver trag zu zu stim men. Er gab ihr zu ver­ste hen, dass man sie fer tig ma chen werde, wenn sie wei ter zur Ar beit komme, und sie dort mit sehr un an ge neh men Ar beits be din gun gen kon fron tiert sein werde. Für Kün di gungs grün de werde ge sorgt, falls sie wei ter zur Ar beit kom men würde. Und : „Ob sie das ver stan den hätte !?“. Dar auf hin mel de te sich Frau Ko nietz ko am 13.​12.​2006 ar beits un fä hig. Nur 5 Mi nu ten nach Ein tref fen die ser Mel dung rief der Rechts an­walt der HKP, RA Georg Fried rich Hart mann, Frau Ko nietz ko zu Hause an und setz te sie er neut wegen des Auf lö sungs ver trags unter Druck. Frau Ko nietz ko legte auf und er hielt am sel ben Tag, 4 Stun den spä ter, eine zwei te Ab mah nung.
Die Dro hun gen und Er pres sun gen des An walts blie ben nicht ohne Fol gen. Nach die­sem Schock erleb nis wurde An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko er neut ar beits un fä hig. Sie wurde er neut wegen Mob bing krank ge schrie ben und hat seit dem ihre Ar beit nicht mehr auf ge nom men. Wäh rend ihrer Ar beits un fä hig keit er hielt sie ins ge samt zwei wei te re Ab mah nun gen. Frau Ko nietz ko er litt wegen des un auf hör li chen Bos sing eine De pres si on und ver brach te 10 Wo chen in einer Kli nik. Wäh rend ihrer Ar beits un fä hig­keit hörte das Bos sing nicht auf. Nach dem An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko sich an die In ter­es sens ver bän de der Pfle ge (Pfle ge-​SHV, SWA e.V. AVG e.V., Pfle ge in Not) mit Bitte um Un ter stüt zung ge wandt hatte, er hiel ten diese Schrei ben vom Rechts an walt des Ar beit ge bers, der auch Schrift sät ze an Be hör den und die Ge rich te auf setz te. Frau Ko­nietz ko wurde in die sen Schrei ben und Schrift sät zen als un trag bar dar ge stellt, sogar ihre Zu rech nungs fä hig keit wurde in Frage ge stellt. Das ganze aus ge üb te Leid führ te u.a. dazu, dass Frau Ko nietz ko schwer be hin dert wurde.

Der Kon flikt geht durch die ge richt li chen In stan zen

Seit Sept. 2007 kämpft sie nun vor Ge richt um ihre Rech te. Sie reich te bis her Kla gen gegen die HKP wegen der Ab mah nun gen, des Mob bings, des nicht be zahl ten Lohns und der Kün di gung ein. Nach dem Frau Ko nietz ko im Jahr 2010 den Pfle ge-​SHV, SWA e.V. AVG e.V., und Pfle ge in Not, über die Zu stän de im Be trieb un ter rich te te, wurde sie von der HKP mehr fach ver klagt. Der ju ris ti sche Ver such der HKP, Frau Ko nietz ko mund tot zu ma chen, schei ter te je doch: sie ge wann alle drei Ver fah ren.
Die an ste hen de Er zwin gungs haft be trifft nun die Ver fah ren wegen des nicht be zahl ten Lohns.
In die ser Klage for der te sie den Ar beit ge ber ge richt lich dazu auf, eine Nach zah lung für die vor ent hal te nen Lohn zah lun gen zu leis ten, die sich dar aus er ga ben, dass sie eine reale Ar beits zeit von 11 Stun den ab zu leis te, je doch nur für zehn ge zahlt wurde. Frau Ko nietz ko mach te wei ter hin gel tend, dass sie im Nacht dienst un be zahlt als Nacht wa­che ar bei ten muss te. Die Rich ter beim ArbG Ber lin und LAG Ber lin-​ Bran den burg stütz ten sich in ihrer Be weis füh rung im Kern nur auf die An ga ben des Ar beits ver tra­ges/ Stel len be schrei bung und schluss fol ger ten, die pau scha le Be zah lung für die Nacht ar beit sei statt haft und die Klä ge rin könne nicht be wei sen, dass ihre er brach ten Leis tun gen als Nacht wa che not wen dig ge we sen seien. Dies reich te ihnen zur Ur teil­fin dung völ lig aus.
Dem An walt der HKP ge lang es das Ge richt bis zum Schluss über den Cha rak ter der De menz-​WG zu blen den und an der Nase herum zu füh ren. Ohne Kon se quen zen konn te er dem Ge richt wahr heits wid rig er klä ren, dass eine „Rund-​um-​die-​Uhr-​Be treu­ung“ , die ja von der HKP lt. ei ge ner Wer bung und nach den Ver trä gen ge leis tet wer­den muss, gar nicht er for der lich sei und die An we sen heit einer Nacht wa che einen „über ob li ga to ri schen Ser vice“ dar stellt, „der me di zi nisch und pfle ge risch weder tat­säch lich, noch ge setz lich er for der lich oder vor ge schrie ben ist. … Die ein ge rich te ten Se nio ren w ohn ge mein schaf ten die nen aus schließ lich der Her stel lung eines so zia len Kon tak tes der Se nio ren.“

Das Ur teil der Ber li ner Ar beits ge rich te – igno rant und an ma ßend

Die Ber li ner Ar beits ge rich te haben sich nicht nur die sen Un sinn auf ti schen las sen und letzt lich den Rea li täts ge halt die ser Frage für das Ur teil als „recht lich un er heb lich“ qua li fi ziert. Sie haben sich sogar dazu hin rei ßen las sen, die Be mü hun gen des Ar beit­ge bers und des Ar beit ge ber an walts, eine un be que me Mit ar bei te rin durch Ver su che der Psy cha tri sie rung un glaub wür dig zu ma chen, ar gu men ta tiv zu stüt zen.
Das ArbG er klär te im Ur teil vom 13.​08.​2009 : “ Hier bei war für das er ken nen de Ge richt aus schlag ge bend, wel che Tä tig kei ten die Klä ge rin nach dem Ar beits ver trag zu er brin­gen ver pflich tet war. … Al lein da durch, dass die Klä ge rin wei te re Tä tig kei ten durch ge­führt hat, die aus ihrer Sicht für einen Pfle ge min des stan dard er for der lich waren, kann nicht ge fol gert wer den, dass diese Tä tig kei ten von der Be klag ten an ge ord net, ge bil ligt oder ge dul det wur den oder je de ne falls zur Er le di gung der ge schul de ten Ar beit not­wen dig waren. Es ist nicht Auf ga be des Ar beit neh mers, Pfle ge stan dards selbst fest­zu le gen. In so weit füh ren die zur Er fül lung die ses Stan dards er for der li chen Tä tig kei ten nicht zu einer Mehr ar beit, denn sie waren er kenn bar nicht von der Be klag ten ge bil ligt, da sie weder in der Stel len be schrei bung für Nacht be reit schaft auf ge führt noch ge son­dert an ge wie sen wor den sind. „

So schrieb des LAG Ber lin im Ur teil vom 16.​02.​2010 : “ Aus der Stel len be schrei bung er gibt sich, dass die Klä ge rin kei nes wegs, wie sie pau schal und über wie gend un­kon kret be haup tet hat, die ge sam ten 11 Stun den ak ti ve Ar beit am je wei li gen Pa ti en­ten und im Rah men ihrer Tä tig keit leis tet. Beide Par tei en gin gen aus weis lich der Stel­len be schrei bung für die Nacht wa chen be reit schaft davon aus, dass der Um fang der Ar beits ge stal tung so zu wäh len ist, dass die Auf ga ben in etwa drei Stun den zu er le di­gen sind und die ver blei ben de Zeit als Be reit schafts dienst zu wer ten ist. Warum die Klä ge rin nun mehr meint, die ge sam ten 11 Stun den seien ak ti ve Tä tig keit, bleibt ihr Ge heim nis. „

Die Ur tei le sind in hohem Maße for mal ju ris tisch, denn die Jus tiz lehn te alle Be weis­an trä ge, die dazu hät ten die nen kön nen, die Ab sur di tät der Si tua ti ons be schrei bun gen des Ar beits ge bers zu er ken nen, ab. Es kam weder zu einer Orts be ge hung noch zur Vor la den von Zeu gen, die die Klä ge rin be nannt hatte. Die ver ant wort li chen Be treu­er/innen der Se nio ren wur den nicht in for miert und in den Pro zess ein be zo gen. All dies hätte zwei fel los be wei sen kön nen, dass ein Ar beits ver trag, der sich auf einen recht lich un halt ba ren Be reit schafts dienst stützt, auch keine in halt li che Rechts kraft be­sit zen kann. Es hätte auch be wie sen wer den kön nen, dass der 8-​stün di ge Be reit­schafts dienst eine “ ge fähr li che Pfle ge “ er gibt und, dass Ar beit ge ber in den Ver fah ren wahr heits wid ri ge An ga ben über den Ge sund heits zu stand der Se ni or/innen und deren Be treu ungs be darf mach te.

Klare Un ter stüt zung von den In ter es sens ver bän den in der Pfle ge

Nach die sen ver lo re nen Ver fah ren wand te sich Frau Ko nietz ko in ihrer Ver zweif lung an Adel heid von Stös ser, Grün de rin und Vor sit zen de des Pfle ge-​Selbst hil fe ver ban des und schick te ihr Stel len be schrei bung, Ur tei le und Schrift sät ze der Ver fah ren zu. Auch wand te sich Frau Ko nietz ko an die Or ga ni sa tio nen „Pfle ge in Not“ sowie „Selbst be­stimm tes Woh nen im Alter e.V.“ und “ AVG e.V. “
Der Ge schäfts füh rer der HKP und sein An walt er klär ten Adel heid von Stös ser, Frau Ko nietz ko habe einen „mas si ven psy chi schen Scha den, der sich nicht zu letzt in den sinn lo sen Rechts strei te rei en nie der schla ge.“ Der Rechts an walt der HKP zog in einem Ge spräch mit Frau Stös ser gar ernst haft in Er wä gung, eine ge setz li che Be treu­ung für Frau Ko nietz ko zu be an tra gen, sprich sie ent mün di gen zu las sen, um den vie­len Sche re rei en durch Frau Ko nietz ko ein Ende zu set zen.
Adel heid von Stös ser, Grün de rin und Vor sit zen de des Pfle ge-​Selbst hil fe ver ban des PHV, schrieb in ihrer Stel lung nah me : „Be trach tet man die sen Fall aus der Sicht der be trof fe nen Be woh ner die ser WG, müss te das ge sam te Kon zept als Mo gel pa ckung in Frage ge stellt wer den.“ Die Pfle ge ex per tin un ter stüt ze in ihrem Schrei ben voll und ganz die Si tua ti ons be schrei bung der De menz-​WG, wie sie von der ge mobb ten Mit ar­bei te rin der HKP vor Ge richt vor ge tra gen wurde und ar ti ku lier te auch deut li che Kri tik an der HKP und am Pro zess ver lauf: „An ge sichts die ser Si tua ti on be darf es schon einer ge wis sen Ab ge brüht heit dem Ge richt ge gen über wört lich zu er klä ren: >Der Nacht dienst ist ein über ob li ga to ri scher Ser vice, aber nicht not wen dig. Die Be woh ner könn ten noch zu Hause in ihrer Woh nung oder Haus woh nen/leben, eine Rund-​um-​die-​Uhr-​Be treu ung ist nicht er for der lich und nicht ge ge ben … Es gibt keine Not klin­geln, weil es schlicht und er grei fend keine Not gibt.< Al lein diese Be haup tun gen in einem Schrei ben des An wal tes der HKP an das Ge richt hätte An lass geben müs sen, den Sach ver halt zu prü fen. Statt des sen stellt sich das Ar beits ge richt Ber lin un ge prüft auf die Seite der HKP.“ In der Stel lung nah me wird fer ner dar auf hin ge wie sen, dass die HKP nur als Ein rich­tung der So zia len Pfle ge ver si che rung zu ge las sen werde, wenn sie si cher stel len könne, dass die pfle ge be dürf ti gen Be woh ner stän dig unter der Obhut einer aus ge bil­de ten Pfleg fach kraft ste hen, was bei der HKP ein deu tig nicht der Fall ge we sen sei. Frau Stös ser er klär te wei ter: „Das Ar beits ge richt und Lan des ar beits ge richt Ber lin-​Bran den burg in ter es sier te sich nicht für diese ge setz li chen Re ge lun gen im Pfle ge be­reich, prüf te den tat säch li chen Sach ver halt nicht, und stell te sich in sei nem Ur teil vom 13.​08.​09 und 16.​02.​10 auf die Seite der Be kla gen, der die Mit ar bei te rin als Lüg ne rin, Que ru lan tin und nicht kom pe ten te Mit ar bei te rin hin stellt. In die sem Zu sam men hang soll te auch ein mal die ge sam te Kon zep ti on des Haus w ohn ge mein schafts mo dells hin ter fragt wer den. Re ge lun gen, die für an de re Pfle ge ein rich tun gen gel ten, wur den of fen bar außer Kraft ge setzt.“ Die Pfle ge ex per tin be kräf tig te ihre Po si ti on spä ter noch in einem wei te ren Schrei ben an die An wäl te Ko nietz kos: „Noch mals be to ne ich hier mit, dass mein Be richt vor allem auf der Be wer tung schrift li cher Be grün dun gen ba siert, die Herr Hart mann als An walt der HKP in sei nem Schrei ben an die Ge rich te ver fasst hat. Denn diese Aus sa­gen al lein lie fern den Be weis für eine ge ra de zu be trü ge ri sche Art, in der die ses Un ter­neh men nicht nur mit Mit ar bei tern, son dern of fen bar auch mit Kun den (schutz be dürf ti­gen, kran ken alten Men schen und deren An ge hö ri gen/Be treu ern) um geht. Be stärkt wurde/werde ich in mei ner Be ur tei lung au ßer dem durch die Hal tung die ses Rechts­an wal tes, der sich in einer ge ra de zu zer stö re risch, feind se li gen Weise ge gen über Frau Ko nietz ko äu ßer te und schein bar einen per sön li chen Ehr geiz be sitzt, diese Frau ‚ ‚fer tig zu ma chen‘. Wenn je mand ag gres siv auf tritt, so Herr Hart mann, der in 2010 mehr fach hier an ge ru fen hat und ver such te mich mit For de run gen und Dro hun gen an der Wei ter ga be mei ner Stel lung nah me zu hin dern.“ Am Schluss ihrer Er klä rung äu ßert sie mehr als deut lich Zwei fel dar über, wie ab we­gig ihr das von An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko ge zeich ne te Bild als Per son er scheint, die vor Ge richt nur „un sub stan zi ell“ ar gu men tie ren könne , die sie zu un ge recht fer tig ten Vor wür fen trei be : „Selbst heute, nach den zer mür ben den Strei tig kei ten, ar gu men tiert Frau Ko nietz ko in der Sache klar und fol ge rich tig. Dass sie kaum noch ein an de res Thema den ken kann, ist in ihrer Si tua ti on für mich durch aus ver ständ lich. Ich halte Frau Ko nietz ko für eine sen si ble, in tel li gen te Frau mit einem aus ge präg ten Ge rech tig­keits sinn. Sie weiß, das sie in der Sache Recht hat, darum pocht sie dar auf, dass die Dinge – schön sau ber der Reihe nach – klar ge stellt wer den.“ Und an die Adres se der Jus tiz heißt es: “ Nach wie vor steht eine un ab hän gi ge (staats an walt schaft li che) Über prü fung der Sach la ge aus. Die in die sem Fall schon des halb ge bo ten wäre, weil es bei den An kla ge punk ten um Rechts ver let zun gen ge gen über Schutz be foh le nen geht.“ Auch die Or ga ni sa tio nen „Pfle ge in Not“ sowie „Selbst be stimm tes Woh nen im Alter e.V.“ und “ AVG e.V. “ und das Be zirks amt Mitte un ter stüt zen in ihren Ant wort schrei ben die Sicht wei se Ko nietz kos. Der Be reit schafts dienst bei der HKP wurde von allen Sei­ten als fahr läs sig be zeich net, ein Nacht wa chen dienst sei zur Si cher heit der Se ni­or/innen un ab ding bar. Po si ti ve Re ak tio nen auch im Senat Frau Ko nietz ko stell te schließ lich zum Schutz aller De menz-​WG-​Be woh ner/innen bei der Se nats ver wal tung im Nov.​2010 einen An trag auf Schaf fung einer Ge set zes la ge, die u.a. Nacht wa chen in De menz-​WG’s ge setz lich vor schreibt und Be reit schafts­diens te ver bie tet. In ihrem An trag legte sie ihren Fall dar und un ter mau er te die sen mit Ihrer ar beits ver trag li chen Stel len be schrei bung, den Ur tei len des ArbG und LAG Ber lin, den Stel lung nah men von Pfle ge-​SHV, SWA e.V. AVG e.V., Pfle ge in Not und La Get Si. Wei ter hin legte sie ein Schrei ben des Ge schäfts füh rers der HKP an des In te gra ti on s­amt bei, in wel chem er über Frau Ko nietz ko er klär te: „Sie war zu stän dig für die Be auf­sich ti gung von hoch gra dig pfle ge be dürf ti gen und de menz kran ken Se nio ren,- Wohn­ge mein schaft im Be zirk Ber lin Mitte.“ Die Se nats ver wal tung ließ sich über zeu gen, nahm ihr An lie gen in der Wohn teil ha be-​Per so nal ver ord nung auf, in der seit 1.​08.​2011 u.a. ex pli zit steht, dass in De menz-​WGs eine durch ge hen de Nacht wa che ein ge setzt wer den muss. Diese 24 h – Be treu ung muss te die HKP je doch schon seit 1999 leis­ten. Die HKP lies sich am 21.​08.​1999 in der Ber li ner Zei tung prä sen tie ren: „Wohn ge­mein schaft für De mez kran ke Fried richs hain. Die erste Wohn ge mein schaft für geis tig ver wirr te äl te re Men schen in Fried richs hain wurde er öff net. Dafür wur den zwei große Woh nun gen am Wei den weg 60 zu sam men ge legt, so dass sie ben Se nio ren Platz fin­den, die unter der De menz krank heit lei den, teil te Hel mut Sei bold mit. Sei bold lei tet einen am bu lan ten Pfle ge dienst, der eine 24-​Stun den-​Be treu ung an bie tet. Die ers ten Se nio ren, teil te Sei bold mit, seien ein ge zo gen. Jeder Be woh ner kann sein Zim mer in­di vi du ell ein rich ten, eine große Wohn kü che ist der zen tra le Treff punkt für alle. Die Kos ten wer den für Woh nen und Pfle ge ge son dert be rech net. Ähn li che Wohn pro jek te gibt es be reits in Tier gar ten und Ste glitz. In ter es sen ten für Fried richs hain mel den sich unter Tel. 030/39104562″. Die Ver pflich tung die ser 24 -​Be treu ung er gibt sich dem­nach aus den Ver trä gen zwi schen der HKP und den die Se ni or/innen, stell ver tre ten­den Be treu er/innen. Die HKP ver än dert die Ar beits si tua ti on und be stä tigt damit die Kri tik von An ge li ka-​Ma­ria Ko nietz ko Die Ak ti vi tä ten von Frau Ko nietz ko blie ben nicht wir kungs los: Am 12.​07.​2010 gab sich die HKP ge schla gen. Der Ge schäfts füh rer der HKP teil te dem SWA e.V. mit, dass er in sei nem Un ter neh men die Ver trä ge von Nacht be reit schafts dienst in Nacht wa chen­dienst zum 1.​09.​2010 än dern würde. Doch ge schah diese Ver trag s än de rung nicht aus Ein sicht, was sich schon einen Tag spä ter zeig te. Am 13.​07.​2010 be an trag te der Ge schäfts füh rer Hel mut Sei bold die Zu stim mung zur Kün di gung von Frau Ko nietz ko aus ver hal tens be ding ten Grün den beim In te gra ti on s amt. Die ge sam ten An schul di­gun gen gegen Frau Ko nietz ko um fass ten 9 Sei ten. Frau Ko nietz ko wurde er neut als un trag bar dar ge stellt, sogar als Ge fahr für das Un ter neh men ein ge stuft. Am 22.​07.​2010 zog der Ge schäfts füh rer die sen An trag plötz lich zu rück und stell te am 23.​07.​2010 einen er neu ten An trag, dies mal aus Krank heits be ding ten Grün den. Damit hatte die HKP Er folg. Die von Frau Ko nietz ko ein ge reich te Kün di gungs schutz kla ge wurde vom ArbG Ber lin ab ge wie sen. Das ArbG führ te in die sem Ur teil aus: „Ge ra de die Dauer der mit einer Be las tungs stö rung be grün de ten Ar beits un fä hig keit und die Ver­län ge rung um wei te re 2 Jahre zeigt, dass die Klä ge rin, selbst wenn man ein nicht ver­trags ge rech tes Ver hal ten der Be klag ten ihr ge gen über im Jahr 2006 un ter stellt, letzt­lich eine Psy cho se ent wi ckelt hat, aus der sie ohne wei te res nicht her aus kommt. Dies ob wohl sie schon jah re lang mit der Be klag ten un mit tel bar nichts mehr zu tun hat. … Ent ge gen der Wahr neh mung der Klä ge rin hat sie nicht dar ge legt, dass ihre Krank heit auf be trieb li che Ur sa chen der Be klag ten, d.h. kon kret auf Mob bing-​Hand­lun gen der Be klag ten zu rück geht…. Die Er kran kung der Klä ge rin ist auch nicht für Drit te nach voll zieh bar durch die Be klag te ver ur sacht.“ Hier wer den 10 Ge richts ver fah ren ein fach aus zu blen det. Frau Ko nietz ko be fin det sich seit 2007 un auf hör lich in Rechts strei tig kei ten mit der HKP, das Ar beits ge richt Ber lin weiß um diese bis her 10 Ver fah ren, meint je doch trotz dem “ Dies ob wohl sie schon jah re lang mit der Be klag ten un mit tel bar nichts mehr zu tun hat. … Die Er kran kung der Klä ge rin ist auch nicht für Drit te nach voll zieh bar durch die Be klag te ver ur sacht.“ Es ge hört schon eine große Por ti on Igno ranz dazu, das Bos sing der HKP und die dar aus re sul tie ren de Be las tungs stö rung von Frau Ko nietz ko in die sem Fall nicht zu er ken­nen. Was tut die Ren ten ver si che rung und der Be zirk ? Die Deut sche Ren ten ver si che rung lei te te gegen die HKP ein Re gress ver fah ren ein, sieht sich jetzt aber of fen sicht lich dem Pro blem ge gen über, dass die Straf ta ten der HKP ver jährt sind. Die Be zirks ver wal tung Mitte dürf te noch ein Kla ge recht auf Rück ga be der Gel der be­sit zen, die der HKP unter Vor spie ge lung fal scher Tat sa chen über Jahre zu ge flos sen sind. Für den wei te ren Ver lauf der ge richt li chen Aus ein an der set zung wäre es des halb auch wich tig, dass ein sol ches Re gress ver fah ren durch den Be zirks bür ger meis ter Ste fan von Das sel (Grüne /B90) ein ge lei tet wird. Denn ist der Be trug der HKP ein mal ak ten kun dig, lässt sich auch das von ihr mit Er folg vor Ge richt ge pfleg te Bild nicht mehr hal ten. Die Ver ur tei lung des Ge schäfts füh rers auf grund eines nach ge wie se nen Be trugs könn te die Ein tritts kar te für ein Wie der auf nah me ver fah ren wegen Pro zess be­trugs sein, das An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko und ihr An walt Mar kus Wait schies ein lei ten wol len. RA Wait schies hat An ge li ka Ko nietz ko in den zu rück lie gen den Jah ren mit En­ga ge ment vor Ge richt ver tre ten. Neu da zu ge kom men ist jetzt auch Reinold Nie merg, der die Be ru fungs ver hand lung im ver lo re nen Kün di gungs chutz pro zess vor be rei tet. Doch im Au gen blick steht An ge li ka-​Ma ria Ko nietz ko vor der Er zwin gungs haft, da sie nicht be reit ist für die an ihr be gan ge ne be ruf li che „Ruf schä di gung“, den Aus schluss aus der Ar beits welt und die so zia le Ver ar mung noch zu zah len, wäh rend die Täter sich sich als „Eh ren män ner“ mit sau be rer Weste prä sen tie ren kön nen. Am 28.​02.​2012 er war tet man sie im Knast. Ko mi tee „So li da ri tät mit An ge li ka Ko nietz ko“ Ber lin, 10.​02.​2012″

http://konietzko.blogsport.de/2012/03/31/um-was-es-geht-2/

Aktuelles siehe:

http://konietzko.blogsport.de/2012/04/04/eine-empoerende-geschichte/

http://wp.vetomat.net/index.php/veranstaltungskalender/?month=may&yr=2012

Des weiteren empfiehlt sich zur Basisorganisation von Arbeitskämpfen immer das Gespräch mit der FAU-IAA an jedem Freitag in der Lottumstraße 11, zu suchen.
http://www.fau.org/ortsgruppen/berlin

Empfehlung für den 27.4. | Politsalon-Matinee am 29.4.

Im Rahmen der Vorbereitungen zur Durchleuchtung diverser alter und neuer “Organisationsdebatten” (in) der Linken wird hiermit folgendes für den 27.4. empfohlen:

“Freitag, 27. April 2012, 19:30 Uhr in Berlin
Autonome und Autonome Antifa
Linksradikale Teilbereichspolitik unter den Bedingungen des Postfordismus
Vielfalt sozialistischen Denkens

Die autonome Szene bildete sich Ende der 1970er Jahre im Zuge einer doppelten Absetzbewegung heraus, nämlich einerseits in Abgrenzung zu der – wesentlich auf die fordistische Fabrikgesellschaft zielenden – Kaderpolitik der sog. K-Gruppen, andererseits in Abgrenzung zum „Marsch durch die Institutionen“ der 1968er-Erlebnisgeneration und der Grünen. In einer „Politik der ersten Person“ sollten Praxisformen gefunden werden, die unmittelbar den individuellen Alltag verändern und zugleich einen kollektiven Modus politischen Engagements ermöglichen, der sich vom herkömmlichen Politikbetrieb durch basisdemokratische Strukturen und größtmögliche persönliche Autonomie unterscheiden und eine Gegenmacht im Hier und Jetzt aufbauen soll.

Dieser Ansatz ging nicht ganz auf. Zwar gelangen den Autonomen im Kontext der Neuen Sozialen Bewegungen immer wieder große Mobilisierungserfolge. Gleichwohl schaffte es die autonome Szene nur selten, eine kontinuierliche gesellschaftliche Wirkmächtigkeit jenseits des eigenen „Szeneghettos“ zu entfalten. In Teilen der autonomen Szene entwickelte sich daher gegen Ende der 1980er Jahre eine kontroverse und bis heute relevante Debatte um die Organisierung und die Strukturen der eigenen Politik, insbesondere im Bereich des autonomen Antifaschismus.

In der Veranstaltung wollen die AutorInnen des 2011 im Schmetterling Verlag erschienenen Einführungsbuches „Antifa – Geschichte und Organisierung“ einen kurzen Abriss der Geschichte autonomer (Antifa-)Organisierung liefern und dabei auch der Frage nachgehen, welche Schlüsse sich aus den bisherigen Erfahrungen autonomer Organisierungsversuche im postfordistischen Kapitalismus ziehen lassen.

Moderation: Frank Engster
Kosten: 1,50 Euro”

http://www.helle-panke.de/topic/3.html?id=1106&context=0

Eine Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung Berlin

“Wir” treffen uns dann wieder zum Politsalon als “Matinee” am 29.4. zum Eisessen ab 14Uhr im Veto.

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Außerdem gibt es aus dem Umkreis die Empfehlung sich das neue Kolleg zum “Wert der Arbeit” an der HU einmal genauer anzugucken:
http://www.hu-berlin.de/pr/medien/publikationen/tsp/ws0910/arbeit
http://www2.hu-berlin.de/arbeit/

Terminänderungen | Neukonstellation

Der Politsalon und der Politfilmklub werden ab diesem Monat nur noch unregelmäßig im Vetomat stattfinden.
Die regelmäßigen Termine “am letzten Freitag” und “am ersten Donnerstag” sind damit gestrichen.
Das ist u.a. neuen Beschäftigungssituationen und Umkonstellationen, bzw. Neudisponierungen im Veto selbst geschuldet.
Dafür werden wir verstärkt an anderen Veranstaltungen in der Stadt und anderswo teilnehmen.
Die Infos dazu gibt’s wie immer rechtzeitig hier und ggf. auch via Email.
Wann also wieder politische Filme mit unserer Unterstützung gezeigt werden und Politgesprächsrunden im Veto stattfinden wird entsprechend angekündigt.
Also, achtet auf Ankündigungen.

Zusammen können wir nach den Sternen greifen

27.4. -> 29.4.?

Überlegungen zur Verschiebung des Politsalons im April 2012…
Grund? Am 27.4. gibt’s gleich zwei sehr interessante Veranstaltungen (vgl. Stressi) und da wollen sich ein paar Leute wenigstens mal wieder sehen lassen…
Also, wird es allerhöchstwahrscheinlich diesmal eine kleine Verschiebung auf den letzten Sonntag statt Freitag – zur gemütlichen Talkrunde bei einem kleinen DIY-Brunch – geben.
Also, Politsalon am 29.4. ab 14Uhr im Veto.
Wenn’s warm wird, bringt Eis mit.
Alles für Alle.

MBF 2012

Gerüchteweise soll es wieder eine alternative Fete de la Musique 2012 am 21. Juni in Friedrichshain geben…

Motto: “Musik braucht Freiräume”

D.h. ein Tag voller Musikkultur unter freiem Himmel und Abends eine Nachttanzparade (Demo).

Mit in der Kritik sollen diesmal neben der Pflichtkür gegen die GEMA und die sog. Ruhestörungsgesetze (nicht zu verwechseln mit “Lärmschutz…” gegen Baulärm, Autobahnen und Flughäfen), sowie der Kulturindustrie und Massenkultur/Unkultur als Solches, auch wieder die Verengungen und Verelendungen der ökonomischen Zwischenräume in Berlin im Besonderen sein.

Ein öffentliches Info-Treffen soll es dazu am Montag dem 7. Mai ab 19Uhr auf dem Wagenplatz Convoi in der Rigaerstraße geben.

Eine Soliparty wird es am 19. Mai in der Scharni38 – Zur Goldenen Kettensäge (ZGK) – (ehem. Schnarup Thumby Katakomben) geben.

Und eine Aftershowparty soll es diesmal am 21.6. auch geben. Wo wird noch bekannt gemacht.

Mit dabei sind wieder das Cyberrise Soundsystem und das Monotonsystem mit der Kaometry-Crew.
Außerdem soll es angefragten Support von VJ’(ane)s – wie Cyper und Headsquatter – geben.

Das LineUp und alles Weitere wird wie gewohnt auf den Seiten der Orgacrew unter: http://musikbrauchtfreiraeume.blogsport.de bekannt gegeben.

Achtet auf Ankündigungen.

Kontakt zum MBF-Orga-Plenum siehe ihren Blog.

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In diesem Zusammenhang empfiehlt der Politsalon ganz besonders das neue Buch von Isabelle Klasen, Dirk Braunstein und Sebastian Dittmann: Alles falsch. Auf verlorenem Posten gegen die Kulturindustrie. Verbrecher Verlag Berlin 2012:
“Während es üblich geworden ist, innerhalb der Kulturwaren zu differenzieren, um so deren vermeintliche Freiheitspotentiale zu entdecken, haben es sich die Autoren dieses Bandes vorgenommen, die Kulturindustrie als das zu kritisieren, was sie ist: Produkt und zugleich Produzentin des falschen Ganzen, als welche sie Adorno zu seiner Zeit verurteilte. Konnte er noch damit rechnen, durch Übertreibung ihre Wahrheit zu treffen, hat die Kulturindustrie unterdessen ihren eigenen Superlativismus übertroffen.
Die Autoren kritisieren den neuesten Stand der kulturindustriellen Zumutungen in Musik, Film, Literatur und Adornoerledigung sowie die Kulturindustrie selbst als Schematismus, der jene Zumutungen als Normalität etabliert.
Mit Beiträgen von Dirk Braunstein, Simon Duckheim, Magnus Klaue, Christoph Hesse, Robert Hullot-Kentor und Isabelle Klasen.”

http://www.verbrecherverlag.de/buch.php?id=650

Eine Buchvorstellung dazu soll es laut Druck- und Onlinestressi am 27.4. im Laidak (Boddinstr.) in Berlin geben.

http://stressfaktor.squat.net/termine.php?tag=27042012