Monthly Archives: May 2016

Der Witz des (Wahl-)Jahres 2016

Der leider bislang schlechteste Witz des berliner Wahljahres 2016 in Berlin, für uns, schlechthin ist aber der hier:
“Am 08.03.2016 um 09:22 schrieb < [...]@ba-fk.berlin.de>:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie sicherlich wissen, finden nächstes Jahr am 18.09.2016 die Berliner Wahlen statt. Dabei sind wir als Bezirkswahlamt Friedrichshain-Kreuzberg für die organisatorische Vorbereitung und Durchführung zuständig. Um den reibungslosen Ablauf von Wahlen zu gewährleisten, benötigen wir Objekte in unserem Bezirk, die am Wahltag als Wahllokal genutzt werden können.
Gerne möchte ich bei Ihnen eine Anfrage starten und Sie um ein persönliches Gespräch bitten, in welchem wir die Möglichkeit der Nutzung Ihrer Einrichtung besprechen.
Über eine Rückmeldung von Ihnen würde ich mich freuen.
Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag
[…]
Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin
Amt für Bürgerdienste – Bezirkswahlamt
Leiterin Geschäftsstelle Wahlen
Frankfurter Allee 35/37, 10247 Berlin, Raum 4304
Tel.: +49 30 90298 – 2026
Fax: +49 30 90298 – 3263
[...]
E-Mail: bezirkswahlamt@ba-fk.berlin.de
Die Übermittlung elektronischer Dokumente an das Amt für Bürgerdienste ist gemäß § 3a Abs. 1 Verwaltungsverfahrensgesetz nur über folgende E-Mail-Adresse möglich: Post.Bued@ba-fk.berlin.de.”
Quelle: Eine E-Mail aus dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin, von einer Beauftragten der Leiterin der sog. Geschäftsstelle Wahlen.
Nachdem das erste Lachen verklungen war, fragten wir uns: Was soll das, können die nicht lesen? Das Vetomat steht allein mit seinem Namen schon für eine Ablehnung des nicht nur hiesigen Wahl-Systems und der PolitSalon für die Ablehnung der etablierten, elitären, Art von “Politik”, des (politischen) “Volksparteien”-Systems, der nationalen, deutschen und kapitalistischen Form, der sog. parlamentarischen Demokratie sowie des hierarchischen und herrschaftlichen, kapitalistischen, Gesellschaftssystems(1).
Insbesondere der PolitSalon hat sich stets gegen das Wählen als Form der Machtbestätigung, die Stärkung des falschen Systems der sog. „Volksherrschaft“ und die „Übertragung“ von „Verantwortung“, ausgesprochen. Wir empfehlen immer: 1. Das Ungültigwählen gegen die vorherrschenden Verhältnisse und ihre Repräsentant(_inn)en*, 2. das Nichtwählen und die Selbstorganisation, 3. wenn dann, mindestens, das strategische Wählen gegen Rechts.

Damit ist wenigstens eine echte basisdemokratische Partei bzw. Gruppe im Vetomat als sehr parteiisch anzusehen, womit ein “Wahllokal” hier ohnehin, schon formal, aus Gründen der nicht vorhandenen „Unparteiischkeit“, in diesem Sinne, nicht zulässig wäre.

Und die andere Frage wäre: Was bieten sie uns dafür?
Denn es gilt weiterhin: Wer die Stimme abgibt, hat keine (eigene) mehr.

[(1): Gegen andere Formen der schlechten (undirekten / antibasis-) „Demokratie“ und Republiken sowie der klassischen Staatsformen und traditionellen Nationen an sich sind wir im Übrigen theoretisch und diskursiv aus Prinzip. Z.B. monarchistische Demokratie, parlamentarische Monarchie, konstitutionelle Monarchie, aristokratische Demokratie, religiöse Demokratie, Autokratie, Plutokratie, fundamentalistische Republiken, Oligarchien, Diktaturen etc. pp..]

Wahlen ändern nix, sonst wären sie verboten.

GEhMA weg 2016

Der nächste Witz der uns gezeigt wurde ist ein Schreiben von der GEMA zur sog. “Fußball-Europameisterschaft” der Männer:

gemawitzem2016

Was soll der Bullshit?
Im Vetomat ist noch kein Fußballspiel live übertragen oder gezeigt worden, das wird es auch nie werden und es wird auch erst recht kein Spiel von einer Nationalmannschaft gezeigt werden. Und mit deutschchauvinistischen public-viewing Deppen wollen wir sowieso nix am Hut haben.
Und selbst wenn, dann wäre das, genau so wie alles andere im Vetomat, keine öffentliche Veranstaltung, denn das Vetomat ist ein Vereinsraum. Also, tschüß!

Wer der GEMA mal sagen will was das für ein Quatsch ist, kann sich ja unter einer der darin angegebenen Telefonnummern oder Adressen melden.

Viel Spaß

Irrwitzige “Rezension” (“Bericht”) gefunden

Kopfschütteln aus dem PS

Uns wurde ein irrwitziger Beitrag auf Google zugesandt der einen komischen Text enthält. Kopfschüttelnd haben wir ihn gelesen. Zum Lachen war er dann doch zu doof. Es geht darin um eine vermeintliche “Bewertung” des Vetomats, eher den Versuch einer Abwertung eines basisdemokratischen Prinzips und des Selbstschutzes alternativer bis linker Kollektive. Also den Versuch einer Denunziation und Diffamierung. Diese soll hier als abschreckendes Anschauungsbeispiel für ein typisches Problem von bürgerlicher Ideologie (wie z.B. Totalitarismus/Extremismustheorie) mit alternativen linken Freiräumen stehen.
Aber lest selbst:

“Netzwerk – nutzer
vor 4 Monaten-”:
“Die Schließung des Vetomaten ist zu befürworten. Viele Leute wurden vom Vorstand auf sehr skurile Art und Weise von den Aktivitäten ausgeschlossen, ohne sich dramatisch etwas haben zu Schulden kommen lassen. Im Gegenteil. Sie haben sich sogar eingebracht. Ein “ich habs mir doch nochmal anders überlegt, wenn du mir zu Nahe kommst” mit Totalauschluss ist sehr typisch in der Linksszene und eine schlechte Kopie der DDR. Ich möchte nicht in einem Land leben, indem das Prinzip “zweite Chance” so sehr unter den Tisch gekehrt wird. Denn erst dieses Prinzip erlaubt politische Stabilität. Das widerspicht aber dem Prinzip des “Vétos”. Daher ist von diesem Konzept abzuraten.” (sic! Fehler im Original.)

Quelle: https://www.google.de/search?q=vetomat&ie=UTF-8&oe=UTF-8&gws_rd=cr,ssl&ei=Z8hJV-CIAauagAaWxavgAQ#gws_rd=cr,ssl&lrd=0x47a84e5f94355b13:0x2d2666865151e959,1,,

Offensichtlich versucht die Person auf etwas anderes hinauszuwollen. Ein “Vorstand” des Vetomat ist uns bislang nicht bekannt, da der Verein lediglich sozusagen Träger des Ladens ist und sich das Kollektiv des Projektes selbst organisiert. Von diesen “Vielen” ist ebensowenig etwas bekannt. Vermutlich hatte die Person einmal Probleme auf einem Plenum, ihre Vorschläge wurden vielleicht abgelehnt, es gab eine andere Kontroverse oder Auseinandersetzung. Aber das ist alles nur reines Spekulatius. Zum Prinzip des “Vetos” gehört allerdings auch der Dissenz und die Differenz, nicht nur der den Anschein wahrende, scheinheilige und stillschweigende vermeintliche Konsens – mit den herrschenden Verhältnissen – ohne Widerspruch zu einer vermeintlichen Offenheit, die sich nicht abgrenzen kann gegen Rechts. Einen (Mindest-)Konsens auf einem Plenun zu erzielen, ohne Gegenrede oder Veto, bedeutet aber auch die Entscheidung des Plenums danach zu akzeptieren, mitzutragen oder eben neu in Frage zu stellen. Abstimmungen oder sog. Mehrheitsentscheidungen gibt es in diesem System nicht. Die Person die das schreibt wäre vielleicht selbst besser in der Führung oder eher Untergebenheit, dem Mitläufertum, einer (rechten) Diktatur aufgehoben als sie denkt und ist damit näher an der falschen Ideologie sowie der “schlechten Kopie” dran, als an der ansatzweisen Kritik die sie zu betreiben versucht (und mit der offenbar jemensch unbekanntes persönlich getroffen werden soll. Der Pfeil geht jedoch ins dunkelblaue Nichts.).
Sie steht sogar eher noch weiter rechts mit einer eindeutigen Rechtsoffenheit, denn das Problem mit einer (geschlossen betrachteten) sog. “Linksszene” (was auch immer das sein soll) wird offen selbst von der Person als ihres erkennbar gemacht. Schrecklich ist dann auch noch die Vermischung eines kleinen alternativen Ladenlokals mit einem “Land” (in dem Fall ist vermutlich das heutige “Deutschland” gemeint) und das wirre gefasel von sog. “politischer Stabilität”, wo, was und warum auch immer das sein mag (politologischer Unsinn). Der Nachsatz klingt dann völlig wirr, weil nichtmal ausgeschrieben ist welches “Prinzip” eigentlich abgelehnt werden soll; das der sog. “zweiten Chance” oder das des “Vetos”? Unklarer ist noch welches “Vetos” eigentlich? Das des Verständnisses der Person, ein allgemein Politisches oder das des Vetomats bzw. des Plenums des Kollektivs, wenn es doch eigentlich am Anfang gegen einen vermeintlichen “Vorstand” ging…?
Da wird leider klar was für ein Problem dort im Kopf vorherrscht. Die Uneinigkeit und verwirrte Sinnsuche, zwischen den Antagonismen, den täglichen Konflikten, mit sich und der (politischen) Welt. Es handelt sich damit ansich um einen erklärten Selbstauschluß, der in dem Fall auch berechtigt zu sein scheint und nur begrüßt weren kann. Leider kommen solche Fälle viel zu oft vor und sind Massenpsychologisch längst keine Seltenheit. Sie zeigen u.a. den deutlichen Bruch im Gesellschaftssystem durch ihre unterschiedlichen Erscheinungsformen auf und sind ein Teil des permanenten Niederkniens.

Bloß gut, daß die Person dem Veto darum hoffentlich weiterhin fern bleibt. Anderen alternativen und linken Projekten ist das ebenso nur zu wünschen. In einem Sektenzentrum wäre sie vielleicht besser aufgehoben.
Die Art der Diffamierung jedoch ist als plumper Verleumdungsversuch und üble Nachrede zu bezeichnen.

Wir sind dagegen gespannt wie es mit dem Vetomat, seinen Crews und dem Kollektiv progressive weitergeht und wo die (lokale) Reise ab Oktober hingehen wird oder was sonst noch kommen wird.

Jede* und Jeder* die oder der ein ehrliches Interesse daran hat ein alternatives Kollektiv zu unterstützen ist darum herzlich aufgerufen sich am Vetomat zu beteiligen und das Plenum zu besuchen.

Termine siehe: www.vetomat.net -> Vetogramm

Erheben wir uns.

Artikel zum “Gefahrengebiet” in der RHZ 2/2016

rhz-2-2016-gefahrengebiet0001

rhz-2-2016-gefahrengebiet0002

Quelle: Rote Hilfe (RH) Zeitschrift des Rote Hilfe e.V., Ausgabe Nr. 2, 2016.

Vgl.: http://www.rote-hilfe.de/153-news/rhz-neue-ausgabe/697-rote-hilfe-zeitung-2-2016-erschienen

Siehe auch: http://www.rote-hilfe.de/downloads/category/4-die-rote-hilfe-zeitung-rhz

Und: http://www.berlin.rote-hilfe.de/klagen-im-zusammenhang-mit-polizeimassnahmen-im-friedrichshainer-gefahrengebiet/

Sowie: http://ea-berlin.net/