Monthly Archives: July 2016

“Call for Papers” – Aufruf zu >>Anarchistischen Perspektiven auf die Wissenschaft<< 2016

“Aufruf zu Anarchistischen Perspektiven auf die Wissenschaft (“Call for Papers”) 2016

Created by: Vorbereitungszusammenhang. Created on: 04.07.2016 – 12:29. Date: Friday, 28. October 2016 – 15:00.

Plakat Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft 2016

anarchistische perspektiven auf die wissenschaft

anarchistische perspektiven auf die wissenschaft

Wir freuen uns vom 28.-30.10.2016 zu einer Neuauflage des „Anarchistische Perspektiven auf die Wissenschaft“-Kongresses nach Hamburg einladen zu können. Wer ist dieses Wir? Das ist erst mal die Vorbereitungsgruppe, die sich aus unterschiedlichen Individuen der „anarchistischen Galaxie“ mit ebenso unterschiedlichen Ideen und Vorstellungen zusammensetzt.

Das „Wir“ will sich aber nicht von den vielen unterschiedlichen Menschen, Zusammenhängen und Gruppen im „Anarchismus“ abgrenzen, die – mal informell, mal formell organisiert – die vielseitigen Strömungen und Ausformungen ausmachen und sich manchmal nur auf Grundsätze wie Gegenseitige Hilfe, Direkte Aktion, Herrschaftsfeindlichkeit, Freie Assoziation, Ablehnung von Staat, Religion und Eigentum einigen können. Trotz aller Uneinigkeiten machen sie das aus, was sich heute in vielfältiger Weise auf dem Begriff Anarchie im Positiven bezieht. Das schließt per se „Anarchokapitalist*innen“ und „Anarchonationalist*innen” aus.

So wünschen wir uns, dass der kommende Kongress ein Begegnungsort für all diese unterschiedlichen Anarchist*innen und daran Interessierten wird. Ein solcher Begegnungsort ist für uns ein Ort für direkte Debatten unter Menschen auch ohne Computer und Internet; ein Ort auch für kontroverse Diskussionen; ein Ort an dem uns gegenseitige Kritik helfen soll, Alternativen zu einem exklusiven Umgang mit Wissen zu denken und bestenfalls zu praktizieren, welche heute im akademischen Zirkus eingesperrt zu sein scheinen.

Eine anarchistische Bewegung steht heute und zukünftig vor der Herausforderung aktuelle Antworten auf drängende Fragen ihrer Zeit zu finden und diese zu allgemein nutzbaren, änderungsfähigen Praxen zu entwickeln. Dazu gehört nicht nur das Anstellen von Analysen und der Austausch darüber, sondern gerade auch die permanente Weiterentwicklung anarchistischer Theorien und Strategien. Wir brauchen Begegnungsräume, in denen wir vergangene Erfahrungen betrachten, reflektieren und Schlüsse für die Zukunft ziehen. So beinhalten „alte Bücher“ meist etwas Interessantes, auch heute noch Aktuelles. Es gilt sie jedoch neu zu lesen, auf ihre heutige Brauchbarkeit hin zu prüfen, sie sich wieder- und neu anzueignen; auch sollten neue Theorien aufgestellt werden. Wir brauchen freie Formen der Wissensweitergabe, die allen Menschen offen steht, und wir brauchen Orte, an denen dies möglich wird.

Um diesem Anspruch näher zu kommen, möchten wir bei dem, was wir hier Kongress genannt haben, unterschiedlichen Formen Raum geben. Unsere Vorstellung ist eine bunte Mischung aus Vorträgen, Lesungen, Workshops, Gesprächskreisen und vielleicht auch Filmvorführungen, um so den Kongress für viele Menschen so zugänglich und attraktiv wie möglich werden zu lassen. Wichtig ist uns kein exklusives Happening für Akademiker*innen zu organisieren. Wir wünschen uns allen Menschen einen Ort des Wissensaustausches und der Begegnung anzubieten, egal welchen Zugang zu Bildung diese bisher haben konnten. Dies soll als eine Einladung verstanden werden, zu beginnen, die gesellschaftlichen Barrieren nach besten Möglichkeiten zu überwinden.

Ausgehend von der Abschlussdiskussion des Kongresses 2015 erscheint es uns sinnvoll, die im Folgenden aufgeführten Punkte als eine Art inhaltlichen Rahmen vorzuschlagen:

1. Wege zu anarchistischen Formen der Wissensaneignung und Theorieproduktion:

a) Formen/Praktiken einer anarchistischen Wissenschaft und Wissensvermittlung; Wie sind diese im Hier und Jetzt zu realisieren, unabhängig und im Konflikt stehend zu den normierenden, disziplinierenden und Herrschaft reproduzierenden Institutionen (Schule, Uni, …) der aktuellen Gesellschaft?

b) Möglichkeiten der inhaltlichen und methodischen Einflussnahme auf „wissenschaftliche Fächer“, auf Grundlage anarchistischer Grundsätze (sicherstellen das Wissenschaft ohne Herrschaft möglich wird) z.B. Zugang zu Wissen und Weitergabe, Öffnung der Forschung für anarchistische Interessengebiete.

2. Wissenschaftliche Betrachtungen und Aneignung der anarchistischen Ideengeschichte – Erforschung und zugänglich Machen diesbezüglicher historischer Schriften und Überlieferungen. Was können brauchbare anarchistisch-wissenschaftliche Methoden sein? Wie konstituiert sich eine „Anarchismusforschung“, welche sich der Vereinnahmung und Kontrolle durch die aktuellen Wissensinstitutionen entziehen kann?

3. Anarchistische Betrachtungen von Wissenschaft aus einem erkenntnistheoretischen Blickwinkel, mit dem Ziel der Weiterentwicklung bestehender anarchistischer Ideen/Theorien bspw. in Bezug auf die nicht Repressiven Techniken der Herrschaftssicherung, zur Frage der sozialen und interkulturellen Differenzen, Schnittmenge von verschiedenen Diskriminierungsformen (Intersektionalität), Queertheorie, …

Hierzu laden wir alle Interessierten zu einem „Call for Papers“ ein, mit eigenen Beiträgen am Kongress teilzunehmen, so dass das Programm nicht nur aus unserer Filterblase entspringt und weiter an Vielseitigkeit gewinnen wird.

Wir bitten um das Einreichen einer aussagekräftigen Beschreibung des geplanten Inhalts (max. 2 Seiten) mit einem Titel bis zum 31.07.2016 an [: anarchie [bindestrich] uhh [at] riseup [dot] net ] (PGP möglich*) mit dem Betreff „Beitrag A-Kongress 2016“. Eine kurze Information zu Person oder zum Gruppenzusammenhang wäre ebenfalls gut. Eine Antwort als Resultat der Auswahl durch die Vorbereitungsgruppe wird ab dem 17.08.2016 erfolgen.

Als Orientierung sind für Vorträge/Lesungen 30-45 Minuten (+30Min. Diskussion) und für Gesprächskreise/Workshops 2.5 Stunden Zeit angedacht.

Des Weiteren wollen wir dazu einladen, 2-3 Tage direkt vor dem Kongress für ein vertieftes Arbeiten zum Thema zusammen zu kommen. Dazu bitten wir auch um eine Anmeldung per Mail, um sehen zu können, ob sich dafür ausreichend Teilnehmer*innen finden. Schickt uns gerne auch Feedback, Kritik und Anmerkungen!

Wir freuen uns auf deine/eure Teilnahme!

Die diesjährige Vorbereitungsgruppe

* PGP-Key gibt es vom Schlüsselserver oder per Mailanfrage”

Quelle: https://linksunten.indymedia.org/en/node/184012

14.7.-3.8.2016 Kino Lichtblick: A las Barricadas – Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936–1939 – Film-Vorführungsreihe und -Besprechungen

Empfehlung:

“Filmreihe zum 80. Jahrestag

A las Barricadas –
Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936–1939

14. Juli bis 3. August 2016

Am 18. Juli 1936, vor 80 Jahren, putschte Franco gegen die [spanische] Republik. Einen Tag später antworteten große Teile der Arbeiter[_innen]schaft mit [dem Aufstand für (die Vorbereitung) eine/r] Sozialen Revolution. Welche historische Bedeutung der Spanische Bürgerkrieg und die einhergehende [(versuchte)] Revolution haben, lässt sich [u.a.] an der Vielzahl der Filme ablesen, die sich [damit] auseinandersetzen.

Wir zeigen eine kleine Auswahl davon. Zu sehen sind »Klassiker« wie Ken Loachs »Land and Freedom«, Hans-Magnus Enzensbergers Film über Durruti oder Pepe Danquarts Frühwerk »Die lange Hoffnung«, aber auch zeitgenössische Produktionen und neuere Werke, darunter eine Premiere mit »Memoria Viva«.

In Zusammenarbeit mit:
KFSR, VVN-BDA, FAU, Jungle World,” ND

http://www.lichtblick-kino.org/filmreihe/2016/16_07_A_las_Barricadas

“Lichtblick Kino
Das Programmkino im Prenzlauer Berg
Lichtblick-Kino
Kastanienallee 77
10435 Berlin
Tel 030 – 44 05 81 79″

http://www.lichtblick-kino.org

+++

Siehe auch:
“Bundesweit
Kinotour: Memoria Viva – Lebendige Erinnerung
14.07.2016 – 18:15″ https://linksunten.indymedia.org/de/node/183836
“Berlin
A las Barricadas – Bürgerkrieg und Revolution in Spanien 1936–1939 – Filmreihe zum 80. Jahrestag
14.07.2016 – 17:00″ https://linksunten.indymedia.org/de/node/183838

PM der R94 zu berliner Polizei und Neonazi-Leaks

Hinweis / Zitat: “Pressemitteilung der Rigaer94

[vom] 30. Juni 2016

Öffentliche Erklärung zur geleakten Polizeidatenbank über die Rigaer 94

Wie uns [...] bekannt wurde, hat die von [Neo]Nazis [(!!!)] betriebene Web-Site http://blog.halle-leaks.de bereits am 23. Juni, also einen Tag nach Räumungsbeginn, interne Daten der Berliner Polizei veröffentlicht, die die Rigaer Straße 94 betreffen.

Die Daten betreffen zahlreiche Personen, die offenbar von der Polizei in der Rigaer 94 festgestellt wurden, darunter Mieter und Gäste. Die veröffentlichten Screenshots beweisen zum einen, dass die Polizei eine Datenbank angelegt hat, in der alle erfasst werden, die das Haus betreten. Zum anderen zeigt der Leak, dass es personelle Verknüpfungen der Einsatzkräfte mit organisierten [Neo]Nazis gibt.

Wir sehen in der willkürlichen Datensammlung über das Haus und alle Personen, welche die Polizei-Checkpoints passieren, einen weitreichenden Eingriff in unser Leben, der sicherlich auch jeder rechtlichen Grundlage entbehrt.

Die Tatsache, dass [Neo]Nazis bereits einen Tag nach Räumungsbeginn Zugriff auf persönliche, geheime Daten aus Polizeidatenbanken haben, bestätigt die These von engen Verknüpfungen zwischen Behörden und rechten Gruppen. Die Veröffentlichung ist eine Bedrohung für alle Personen, deren Daten veröffentlicht wurden.

Die Polizei ist nicht in der Lage und nicht Willens, für die Sicherheit der Bewohner_innen der Rigaer Straße zu sorgen. Die einzige Konsequenz aus dieser Erkenntnis, die jetzt unumgänglich ist, [ist], dass sich die Polizei sofort aus der Rigaer Straße zurück[zuziehen hat]. Sie [muß den E]insatz abbrechen, so dass wir wieder die Möglichkeit haben, unser Haus gegen Angriffe zu schützen.

In der jüngsten Vergangenheit ist es hier im friedrichshainer Nordkiez bereits mehrfach zu Bedrohungen und Angriff[en] durch [Neo]Nazis gekommen. [Vgl.]

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183669.

[D]ie Tatsache, dass Polizist_innen sensible Informationen an [Neo]Faschisten weitergeben, ist keine Neuheit. So gab es vergangenen Jahres [- wieder mal -] einen Skandal in Sachsen, als nach einer Polizeikontrolle bei Antifaschist_innen deren Daten [von Neo]Nazis veröffentlicht wurden.

30. Juni” 2016

Ver. n. / Quelle: https://rigaer94.squat.net/2016/06/30/pressemitteilung-der-rigaer94/

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183746

ND 2.7. “Polizei: Rigaer-Leak ist echt
Ermittlungen um Datenleck sensibler Personendaten gehen »in alle Richtungen«
Nach der Veröffentlichung von Namen einiger Bewohner des Hausprojekts Rigaer Straße 94 auf einem rechtsextremen Blog ermittelt die Polizei auch in den eigenen Reihen.” http://www.neues-deutschland.de/artikel/1017305.polizei-rigaer-leak-ist-echt.html

+++

Siehe auch

4.7.: “Montag, 4. Juli 2016 – 17:00 Uhr
„Refugee-Demo“ zur Unterstützung der Rigaer Straße 94″

http://www.xhain.info/termine/demokalender.htm

http://berlin.zwangsraeumungverhindern.org/2016/06/30/4-7-demonstration-von-stop-deportation-wohnungen-statt-lager/

5.7. Protestkonzert: “[B] Weg mit der Ohnmacht!” 14Uhr Dorfplatz

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183747

KiezDemo am 9.7.: “Aufruf der Initiative „Keine Rendite mit der Miete/Friedrichshain“ zur Demo gegen Carré Sama Riga am Samstag, 9. Juli 2016, 16:00 Uhr”

http://mietenstoppfriedrichshain.blogsport.de/2016/06/30/aufruf-der-initiative-keine-rendite-mit-der-mietefriedrichshain-zur-demo-gegen-carre-sama-riga-am-samstag-9-juli-2016-1600-uhr/

“Tag 10 – Briefe aus der belagerten Rigaer Straße”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183812

“(B) Update Artikel zur Demo am 9.07. Rigaer 94 verteidigen! Investor*innenträume platzen lassen!”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183800

“R94 Action Day 05.07.”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183784

“”Every Eviction Has Its Price”: International Call Out From Rigaer 94 – Demos 5th & 9th July – Berlin ”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183781

“Videosammlung Rigaer Straße”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183712

“Polizeiberlin steckt offenbar Einsatzdokumente mit pers. Daten an Neonazis durch. #Rigaer”

https://linksunten.indymedia.org/de/node/183701