Tag Archives: Debatte

Kein Forum für den Euthanasie-Ideologen Peter Singer nirgendwo!

“Am 26.5.2015 diesen Jahres soll [schon wieder] der [Euthanasie-Ideologe] Peter Singer in der Berliner „Urania“ den [sog.] „Peter-Singer-Preis“ für seinen [sog.] “Beitrag zur „Tierleidminderung“” erhalten.
Bekannt ist [...] Singer [hinlänglich] seit den 1980ern Jahren wegen seiner Forderung, die [Ermordung von Menschen mit Behinderung] unter bestimmten Bedingungen zu ermöglichen [bzw. das Töten von Menschen zu relativieren und] legalisieren [zu wollen].
[...]”

Quelle / verändert nach / vgl.: https://no218nofundis.wordpress.com/2015/05/11/pressemitteilung-kein-forum-fur-peter-singer/

Mehr siehe: https://no218nofundis.wordpress.com/tag/peter-singer/

Erklärung dazu: Wir sind nicht mit allen Kommentaren und Deutungen sowie Erörterungen der Gruppe unter “no218fundis…” einverstanden, sehen sie aber derzeit als den momentan besten Zusammenschluß in Berlin dagegen an. In Peter Singer bzw. seinen Aussagen z.B. sehen wir allerdings u.a. ein wesentlich größeres Problem(!) als die Autor_innen dort. Und dabei ist es völlig egal welcher vermeintlichen “Abstammung” o.ä. Peter Singer wäre oder sonstwas. Entscheidend ist wofür er steht und sich nach wie vor, überdeutlich, einsetzt. Nämlich gegen das universelle Lebens- und Selbstbestimmungsrecht von Menschen.

Vgl.: “Peter Singers “Praktische Ethik” – Die neue Euthanasie- und Eugenik – Debatte” http://bidok.uibk.ac.at/library/maeser-ethik-dipl.html

+ “Eugenische Meinungsfreiheit
Hilke Rusch über die Deutschlandtour des »Euthanasie«- Befürworters Peter Singer” (in Konkret Magazin Nr. 8/2015)
http://konkret-magazin.de/hefte/heftarchiv/id-2015/heft-82015/articles/in-konkret-1593.html

+ http://www.tolmein.de/bioethik,euthanasie.html
+ http://blogs.faz.net/biopolitik/

+ “Der bio-ethische Diskurs in der BRD und die “Bioethik-Konvention” der EU”
http://www.comlink.de/cl-hh/m.blumentritt/agr291s.htm

+ http://politsalon.blogsport.de/2011/07/06/gbs-singer-menschenaffen-ethik-preis/

Polittresen 31.10. verschoben auf den 14.11.

PS, Polittalk vom Freitag 31.10. wird verschoben auf Freitag den 14.11.

In Planung ist eine Reihe zum politischen Verständnis des Menschen, mit Filmen und Hörbeiträgen sowie Austausch, nach Erich Fromm und Ernst Bloch oder Herbert Marcuse.

Vgl. z.B. “Was ist der Mensch” von Ernst Bloch oder die Dokumentation “Mut zum Menschen” sowie “Humanismus und Psychoanalyse” von Erich Fromm oder Herbert Marcuse; “Der Mensch in einer sozialisierten Welt”.

29.3. Workshop zur Kritik der Scherbentheorie

Im Sommer 2012 veröffentlichten Mitglieder des zu diesem Zeitpunkt bereits aufgelösten ‘Club für sich’ in Berlin eine so schonungslose wie solidarische Zustandsbeschreibung des Scherbenhaufens der hiesigen Linken. Mit dem in so Reizwort-besoffenen Zeiten wie heute mutigen Figur der “kommunistischen Totalität” zeigen sie in ihrem 16-seitigen Text zudem konsistente Perspektiven auf.

Beim Versuch, diesem Beitrag gerecht werden, verzichten wir an diesem Abend auf die lockere Salon-Atmosphäre zu Gunsten einer strukturierten Arbeit mit dem Text und folgen dabei schulmäßig den Schritten der kritischen Methode.

Wir beginnen den Abend gewissermaßen mit der 2. Lesung, der Würdigung. Wir tragen also zusammen, welche neue Einsichten uns der Beitrag vermittelt hat und beschreiben etwaige dadurch ausgelöste Erkenntnisprozesse. In 3. Lesung nehmen wir uns all jenes vor, womit wir Mühe haben, aus welchen Gründen auch immer. Wir versuchen als erstes und soweit erforderlich, uns kollektiv auf Augenhöhe mit dem Gegenstand zu bringen. Dies erfordert explizit eine selbstkritische, oder altmodisch ausgedrückt, demüte Haltung, also das ernste “ich verstehe noch nicht…”. Da die Scherbentheorie allerdings über weite Strecken eine gut lesbare Realanalyse ohne verwickelte philosophische Denkfiguren ist, wie sie einem theoretischen Traktat eigen sind, sollte uns diese Pein weitgehend erspart bleiben.

Der spannendste, auch weil zu selten geübte, Teil, also Auffassung, Aneignung, Selbstreflexion und kollektives Lernen ist damit bereits gehalten. Aber wenn die Kräfte noch für die 4. Lesung reichen, die Bearbeitung der Widersprüche, bitte schön.

Ob stumm, störend oder diszipliniert schon in Erscheinung getreten, jetzt schlägt unvermeidlich die Stunde eventueller Gegner des ganzen Ansatzes oder wesentlicher Teile davon. Der antagonistischen, der vernichtend gemeinten Kritik gebührt, als, wenn auch nicht weiterführenden, wohl aber formal weitergehenden Position, hier bei Bedarf der Vorrang. An dieser Stelle gabelt sich also das Programm des Abends: entweder endet er in der Kontroverse oder findet seinen Abschluß in der konstruktiven Kritik, der Kritik als Zuwendung an den Gegenstand, als vorantreibend verstandener Beitrag der Kritikerinnen zur gemeinsamen Sache, im schönsten Teil also.

In der – genau in diesem Sinne kritischen – Runde begrüßen wir alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich in Vorbereitung des Programms der 1. Lesung unterzogen, also den Text gelesen haben und themenzentriert mitarbeiten wollen. Publikum übernimmt die Theater-typische Rolle der Handarbeit und ist ebenfalls gerne gesehen, der Eintritt ist frei.

Freitag, 29.03.2013 19.00h im VETOMAT

Der Text: http://www.magazinredaktion.tk/Scherbentheorie.php (als
PDF
)

Von 17.00 bis 19.00 Uhr, also vor dem Termin, bieten wir dazu in den Räumen des VETOMAT Lesestunden an. Kopien des Textes halten wir gegen Kopiergroschen für Euch bereit.

www.politsalon.fr.ms

Kontakt:

https://twitter.com/politsalon

Email: politsalon (at) vetomat (dot) net

Jabber/XMPP: ps (at) chat.synoptx.net

Verschiebung des Septembertermins – Politsalon

Der Politsalon im September wird auf den Sonntag, den 23.9. oder das letzte Wochenende (WE) im September (30.9.) oder ganz in den Oktober verschoben (27.10.). Achtet auf weitere Ankündigungen, hier und im Twitter.

https://twitter.com/politsalon

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“Verschobener Termin –
Politsalon zum Naturbegriff 3:
Teil drei geht auf solche rechten Naturbegriffe wie die des Eugenikers und Euthanasiephilosophen Peter Singer und z.B. die GBS als “Bioreligiöse Missionsgesellschaft” ein. Themen sind dabei z.B. sog. positive und negative Eugenik.

Text:
- http://ps.vetomat.net/wp-uploads/2012/05/giordano_bruno_stiftung_soziobiologie.pdf

Wer noch einen akademischen Text dazu lesen möchte (als Background sehr interessant):
- http://bidok.uibk.ac.at/library/maeser-ethik-dipl.html

Daneben ist das Veto vorne ganz normal geöffnet und Ihr könnt Euch bei gemischter Mucke die aktuelle Ausstellung o.ä. reinziehen. (Hörempfehlungen vgl.: http://soundcloud.com/praxisrecords)”

http://wp.vetomat.net/index.php/veranstaltungskalender/?month=sept&yr=2012

CYA

Contact: politomat [at] jabber [dot] org

31.8. Politsalon zum Naturbegriff II – zu einem emanzipativen Ökologieverständnis

Freitag 31.8. ab 21Uhr im Vetomat

http://wp.vetomat.net/index.php/veranstaltungskalender/

Basistext:
http://ps.vetomat.net/wp-uploads/2012/08/naturbegriff.pdf-0001.jpg
Das gesellschaftliche Naturverhältnis als Legitimation für soziale Ungleichheit

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Weitere Texte / Links / Bsp.:

Peter Singers “Praktische Ethik” – Die neue Euthanasie- und Eugenik – Debatte
http://bidok.uibk.ac.at/library/maeser-ethik-dipl.html

Die Giordano-Bruno-Stiftung, eine bioreligiöse Missionsgesellschaft auf dem Weg in die neurechte Mitte der Gesellschaft
http://www.3tes-jahrtausend.org/religionskritik/giordano_bruno_stiftung.html

Rassenhygiene – Geschichte und Aktualität einer mörderischen Ideologie
http://atfjena.blogsport.eu/2012/02/16/vortrag-rassenhygiene-geschichte-und-aktualitat-einer-morderischen-ideologie/

Empfohlen sind dagegen u.a. die Bücher von Jutta Ditfurth, sowie Grandt und Grand, sowie Christoph Speer (die Ökofalle), sowie Peter Bierls, sowie Bücher aus dem Unrast Verlag dazu (Thema Ökologie, o.ä.). Vgl. entpsrechende Verlagslisten und wissenschaftliche Verlage.

Z.B. in öffentlichen Bibliotheken: http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/stadtbibliothek/bibliothek.html

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Text im Vetogramm:

Teil zwei zum gesellschaftlichen Naturverhältnis.
Siehe: http://ps.vetomat.net/wp-uploads/2012/05/naturbegriff.pdf

Teil drei im September geht dann genauer auf solche rechten Naturbegriffe wie die des Eugenikers und Euthanasiephilosophen Peter Singer und z.B. die GBS als “Bioreligiöse Missionsgesellschaft” ein.

Weitere Textempfehlungen:
1. http://al.uni-koeln.de/biopolitik/singer.pdf
2. http://ps.vetomat.net/wp-uploads/2012/05/giordano_bruno_stiftung_soziobiologie.pdf

Daneben ist das Veto vorne ganz normal geöffnet und Ihr könnt Euch bei gemischter Mucke die aktuelle Ausstellung o.ä. reinziehen. (Hörempfehlungen vgl.: http://soundcloud.com/praxisrecords)

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Eine Vorstellung der Thesen dazu gibt es in Kürze vor dem Termin.

Emancipare! Lesenswertes zu heute abend im Cafe Commune

Veranstaltungsbericht: Feministische Organisierung
http://arschhoch.blogsport.de/2011/10/06/veranstaltungsbericht-feministische-organisierung/

„Eine wirklich ‚Neue Linke‘ muss emanzipatorisch sein – oder sie wird nicht sein“
http://arschhoch.blogsport.de/2011/06/27/eine-wirklich-neue-linke-muss-emanzipatorisch-sein-oder-sie-wird-nicht-sein/

Heute abend gehts weiter mit:

Männer und Emanzipation
Historischer Abriß der Ansätze zu einer profeministischen Männerbewegung in der BRD

Noch bevor Maoisten die Kulturrevolution im fernen China besangen, war sie ihren antiautoritären Vorgängern als neue Frauenbewegung auf die Füsse gefallen. Über die raren Versuche linker Männer, sich den Zumutungen des Feminismus zu stellen.

Input-Referat und Thesen zur Diskussion: Michael Klockmann
Exposeé: http://spatico.de/wiki/index.php?2012052419
Thesen: http://spatico.de/wiki/index.php?MmThesen
Leseempfehlungen: http://spatico.de/wiki/index.php?MmLit

24.05.2012 19.30h | Café Commune | Reichenberger Str. 157

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Titel, Themen, Thesen, Temperamente:

“X Thesen
Anders als die gleichnamige, von der Spitze gelenkte und gewalttätige Kampagne der KP Chinas setzte die 2. Frauenbewegung im Westen eine Kulturrevolution in Gang, die diesen Namen verdient.
Die feministische Bewegung sprengte nicht nur die objektiv-äußerliche, gesellschaftliche und politische Unterordnung der Frauen unter die Männer, sondern auch die privatesten hetero-normativen sexuellen Verhältnisse und drang in die Poren aller sozialen Beziehungen zwischen diesen Polen (“Subjektiver Faktor”, “Das Private ist poltisch!”).
Die Feministinnen setzten anstelle der jüngsten Klassenspaltung, Proletariat ./. Bourgoisie, die älteste und basalste Klassenspaltung auf die Tagesordnung, das Patriarchat und setzten ins Werk, was die Orthodoxie allein dem Proletariat vorher bestimmt hatte: Die Selbstbefreiung der Frauen.
Bewußteren Männern, denen feiste Ignoranz und trotziges Verharren in der alten symbolischen Ordnung keine Option war, blieb im Grunde nichts als die traurige Einsicht in die Tatsache, nicht nur in ihrer gesellschaftlichen Stellung, äußerlichen Attributen, sondern “mit Haut und Haaren” auf der falschen Seite zu stehen und – als Herrenklasse in der Gesellschaft und als patriarchaler Mann in seinen Beziehungen – abzudanken. (“Mal die Klappe halten.”)
Der logisch nächste Schritt, grundlegende Selbstreflexion und Selbstveränderung jedoch, war in den 1970er Jahren noch fast nicht politisch, öffentlich vermittelbar,
wirklich in Bewegung setzten sich Männer in kleiner Zahl weitgehend unsichtbar in Männergruppen, MRT (Selbsthilfe) oder professionell angeleiteter Therapie.
Die öffentliche Bühne “beherrscht” seit dem und weit hin die Figur des Softies in der Unangreifbarkeit seiner eingefrorenen “Verunsicherung”, seines an der Oberfläche verharrenden Jasagertums. In gewisser Weise machte er es den sich emanzipierenden Frauen schwerer als der immerhin noch kantige und sich angreifbar machende, ungebrochene Pascha-Typ.
Die Überwindung des Patriarchats scheint mir halberwegs stecken geblieben zu sein
Die schon ohne Im Glashaus patriarchaler Selbst-Widersprüche ist eine
Aus (meiner) profeministischen Sicht ist die heutige Organisationfrage primär eine Frage der Entwicklung von Organisationskultur, einer freundlichen Kritikkultur: Die emphatische Annahme des Gegenübers und meiner selbst mit den in
Wiedergewinnung von Performanz
Zwei programmatische Antworten ergeben sich allerdings auch:
Die Zentralität der “Reproduktion”, der Sorge-Tätigkeiten
Ein besonderes Augenmerk auf die bereits in Schemen erkennbare, maskulistische Reaktion.”

http://spatico.de/wiki/index.php?MmThesen

““Genossen, eure Veranstaltungen sind unerträglich. Ihr seid voll von Hemmungen, die ihr als Aggressionen gegen die Genossen auslassen müßt, die etwas Dummes sagen oder etwas, was ihr schon wißt.” Kurz nach diesem Ausspruch von Helke Sander flog, weil er, wie ihr ganzes Referat, unbeantwortet bleiben sollte, die legendäre Tomate am Kopf des Genossen Hans-Jürgen Krahl vorbei.

“Er war der Klügste von uns”, wird Rudi Dutschke ihm später nachrufen, aber in diesem Moment rang dieser Mann völlig perplex nach Worten – eine Reaktion, die aus heutiger Sicht den früh ums Leben gekommenen “Chef-Theoretiker” des SDS fast ehrt. Denn jedem Revolutionär, der sich die aufs “Private” zielenden und ins männliche Mark treffenden Kritiken der Kulturrevolutionärinnen zu Herzen nahm, mußte fast notwendig erst einmal verstummen.
Das Gross der “sozialistischen Eminenzen” kniff allerdings im Weiteren vor dieser unverhofften Zumutung, erwies sich stattdessen lieber als schlagfertig und tat das alles zügig fast genauso ab wie Gerhard Schröder: Als “Gedöns”, “kleinbürgerliche Psychoscheisse” oder “Befindlichkeitspolitik”. Was dem politischen Architekten von Hartz IV gut zu Gesichte stehen mag, muß allerdings – auch in Zukunft – jedem Revolutionär das moralische Genick brechen. Ansätze neuer Organisierung im Sinne einer emanzipatorischen Umwälzung werden also nicht umhin kommen, die unverändert heiße Kartoffel wieder aufzunehmen: Die Revolutionierung der Revolutionäre.”

http://spatico.de/wiki/index.php?2012052419

“Leseempfehlungen

Valerie Solanas: Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer. SCUM.
Volker Elis Pilgrim: Der Untergang des Mannes, München 1973
Schwarze Protokolle 124
Volker Elis Pilgrim: Manifest für den freien Mann, München 1977
Klaus Theweleit: Männerphantasien 1 & 2 – Zur Psychoanalyse des weißen Terrors, Verlag Roter Stern 1978
Wilfried Wieck: Männer lassen lieben. Kreuz, Stuttgart 1987
Dieter Schnack & Rainer Neutzling:; Kleine Helden in Not. Rowohlt 1992
Dietrich Schwanitz: Männer – Eine Spezies wird besichtigt, Eichborn Verlag, Frankfurt 2001″

http://spatico.de/wiki/index.php?MmLit

Weitere Lese- und Hörempfehlungen dazu, Klassiker wie moderne:

Frigga Haug
Die Vier-in-einem Perspektive
Marxismus und Feminismus
Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus
Elmar Altvater – Die Reproduktion des Arbeitsvermögens (Reproduktionsarbeit)
Judith Butler – Körper von Gewicht

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“Bürgerliche Revolutionen, wie die des achtzehnten Jahrhunderts, stürmen rascher von Erfolg zu Erfolg, ihre dramatischen Effekte überbieten sich, Menschen und Dinge scheinen in Feuerbrillanten gefaßt, die Ekstase ist der Geist jedes Tages; aber sie sind kurzlebig, bald haben sie ihren Höhepunkt erreicht, und ein langer Katzenjammer erfaßt die Gesellschaft, ehe sie die Resultate ihrer Drang- und Sturmperiode nüchtern sich aneignen lernt. Proletarische Revolutionen dagegen, wie die des neunzehnten Jahrhunderts, kritisieren beständig sich selbst, unterbrechen sich fortwährend in ihrem eignen Lauf, kommen auf das scheinbar Vollbrachte zurück, um es wieder von neuem anzufangen, verhöhnen grausam-gründlich die Halbheiten, Schwächen und Erbärmlichkeiten ihrer ersten Versuche, scheinen ihren Gegner nur niederzuwerfen, damit er neue Kräfte aus der Erde sauge und sich riesenhafter ihnen gegenüber wieder aufrichte, schrecken stets von neuem zurück vor der unbestimmten Ungeheuerlichkeit ihrer eigenen Zwecke, bis die Situation geschaffen ist, die jede Umkehr unmöglich macht, und die Verhältnisse selbst rufen

Hic Rhodus, hic salta!
Hier ist die Rose, hier tanze!”

Karl Marx/Friedrich Engels – Werke, Band 8, “Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte”, S. 115-123
Dietz Verlag, Berlin/DDR 1972
http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_115.htm

Andere nette und nicht so nette Veranstaltungen von Dritten (Empfehlungen II), Berichte, Nachblende, etc.

Junge Linke, Jimmy Boyle, et. al. trumpfen derzeit, d.h. dieses Jahr wieder mit der Fortsetzung ihrer stets gelungenen Dauerveranstaltungsreihen auf.
Visit: http://junge-linke.org/

Siehe auch: Ankündigungstext zum 8.5.12 von Jimmy Boyle im Onlinestressi
Erreichbar: Agitare Bene” …

U.a. die Sprache die die “Jungen Linken” dazu benutzen fällt dabei ebenso stets durch sehr sympathisches Vokabular auf.

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Ebenso beachtlich sind z.B. die Veranstaltungen der Gruppe Associazione Delle Talpe in Bremen, die leider weit weg sind, und die Veranstaltungen der AL in Köln (nicht zu verwechseln mit dieser GAL die es mal hier in Berlin gab), die leider noch weiter weg sind. …

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Daneben ist zum nächsten kommenden Wochenende in Berlin ein “Watch your back…” anzumerken für Alle die sich zum 12. Mai bei dem ominösen Sternmarsch mit den Bauchlinken bewegen wollen. Bietet doch die sog. Nachbereitung der “Revolutionären Ersten Mai Demo” (sog. 18Uhr-Demo) mindestens auch einigen Grund zur Sorge, daß es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht um fehlgezündete “Sprengkörper” von Freaks aus den sog. “eigenen Reihen” – wie es “ZK” vielleicht noch sagen würden – handelt, so wie einen gewissen jungen “Bialke” z.B., der sich selbst versucht als “autonom” oder “anarchistisch” zu begreifen (vgl. auch z.B. Medienberichte über “Rohrbombenzündungen” in Parks im Wedding, sowie sogar an Bushaltestellen), sondern möglicherweise sogar um geplante Anschläge von Neonazis¹, Fundamentalis_Innen, oder anderen Rechten und Reaktionären handeln könnte.
Deswegen davon abzuraten in Zukunft Demos zu besuchen wäre allerdings ebenso verkehrt. Garnicht falsch ist es allerdings zu bemerken, daß sich die Aufrufe zu: “12 Mai Stern Marsch Berlin” [sic!] (in Berlin) allesamt – wieder einmal – sehr krude anhören und um fragwürdiges (wohlwollend höchstens noch reflexhaft zu nennendes) Vokabular zum sog. “Geldsystem”, “Finanzsystem”, etc., anscheinend kaum herumkommen².

Aus Friedrichshain soll ein sog. Demofinger vom Frankfurter Tor aus, ab ca. 14Uhr starten. Siehe: http://12mai-berlin.org/

¹ Zeit Online, 8.5.2012:
“Ein Polizeisprecher schloss nicht aus, dass Rechtsextremisten die Bomben platziert haben. Bereits vor zwei Jahren war Berlin am 1. Mai nur knapp einem Anschlag entgangen. Damals brachten Neonazis aus Aachen mit Glasscherben gespickte Sprengsätze mit in die Hauptstadt. Kurz vor einer Polizeikontrolle warfen sie die Bomben jedoch weg.”

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-05/berlin-rohrbombe-terror

² Aus dem Aufruftext von http://12mai-berlin.org/ entnommen:
“[...] einem unsolidarischen Geldsystem [...]”
“Diese Politik dient nur einer kleinen Elite”
“Für uns steht außer Frage: Politik, Wirtschaft und Finanzsystem müssen völlig neu organisiert werden.”
“Wachstumswahn”
“Raubbau an Tier und Natur”

http://12mai-berlin.org/aufruf/

Da tuen sich doch einige Fragen zum Verständnis von “Politik”, “Geld”, “Finanzen”, “Wirtschaft”,”Wachstum” und “Natur”, sowie dem “Tier”, auf.

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Einen neuen Rundumschlag zur linksradikalen Debatte gibt es wie gewohnt in der Zeitschrift Phase Zwei aus Leipzig. www.phase-zwei.org
Der Titel der aktuellen Ausgabe Nr. 2~42 lautet: »Frühlingsgefühle. Internationale Aufbrüche und ihr linker Widerhall.« Gibt’s jetzt überall im gut sortierten Infoladen und so.
Z.B. hier im Daneben.
http://daneben.blogsport.de/

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Die Wert-abspaltungs-kritikerInnen von der “Kommunistischen Kritik Berlin” (KKB), vormals “WertKritik Berlin” (WKB), setzen ihre Auseinandersetzung mit der Krisentheorie und den Phänomenen des Kapitals am 9.5.12 in der Hellen Panke fort.

“Helle Panke (Kopenhagener Str. 9): Diskussion
Wir setzen unsere einführende Diskussion zur Kontroverse um die wertkritische Krisentheorie fort. Dabei geht es diesmal um Gegenargumente von Michael Heinrich, die er schon seit Ende der 90er zur wertkritischen Krisentheorie geäußert hat. Für EinsteigerInnen und Fortgeschrittene der kommunistischen Gesellschaftskritik. Diesmal im hinteren Raum der Hellen Panke. Einfach beim großen Veranstaltungsraum durchgehen und dann auf der linken Seite weiter in den hinteren Raum. Veranstaltet von der Kommunistischen Kritik Berlin.”

http://stressfaktor.squat.net/termine.php?tag=09052012

Eine nette kleine Gruppe mit der mensch nüchtern gut diskutieren kann. ;)

Wann Religionskritik reaktionär wird

Peter Bierl: Reaktionäre Religionskritik

Jungle World Nr. 24, 12. Juni 2008 dossier

Aufstand der Tiere

Der Streit um das »Ferkelbuch«. Über eine Religionskritik mit reaktionärem Vorzeichen.

von Peter Bierl”

http://jungle-world.com/artikel/2008/24/22011.html

Quelle: Jungle World online (09.12.2011, 12:11Uhr)

FullRedA.

25.11.2011: Politsalon – Zur Kritik des “Existenzgeldes” (sog. BGE) mit WeGe

We.Ge. zu Gast im Politsalon am 25.11.2011:

Grundlegungen einer Kritik des Existenzgelds

Was da als “Politischer Lohn” Ende der 1960er Jahre von der Autonomia Operaia in Norditalien in die Welt gesetzt wurde, hat sich – zumindest in der seitdem jedes Jahrzehnt einmal neu aufflammenden deutschen Diskussion – so langsam den Titel “Kleines Gespenst” redlich verdient: Fast alle Politikaster sind aus ganz gegensätzlichen Gründen erbittert dagegen, während die Argumente seiner kleinen, aber wachsende Apostelschar mit jedem Verbreitungsschub dieser “Existenzgeld-Forderung” immer wunderlicher zu werden scheinen.

Werner G. will an diesem Abends daher mal in keiner Weise über Sinn und Unsinn dieses Phänomens (oder gar seiner “Einführung” “in einem Land”) diskutieren, sondern es nur erstmal ganz trocken und neutral etwas anders durchbuchstabieren. Und zwar in den Kategorien der marxschen Kritik der politischen Ökonomie. Es geht mithin an diesem Abend um die Reproduktionskosten der Ware Arbeitskraft.

Ein Thesenpapier soll noch vor dem Salon – hier in Kürze – folgen.

http://spatico.de/wiki/index.php?Kritik%20des%20Existenzgelds

http://wg.blogsport.de/

https://eu2.ixquick.com/do/metasearch.pl?language=deutsch&cat=web&query=bedingungsloses+grundeinkommen

https://eu2.ixquick.com/do/metasearch.pl?language=deutsch&cat=web&query=existenzgeld

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bgevombsp

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PDF

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Wer oder was ist eine/die “BGE-Lobby”? Und was will sie eigentlich, warum?

Politsalon heute Abend

Veto öffnet gg 19Uhr
Politsalon beginnt gg 21Uhr
Chilloutlounge startet später.

Politsalon zu den neuesten Äußerungsformen des Protests im Zuge der sog. Finanzkrise, “Bankenkrise”, “[...]-Schuldenkrise”.

http://i.imgur.com/Ph7my.jpg

Thesen / Gesprächsvorbereitung:
- Was sind Sinn und Zweck des/welchen Protests?
- Wer spricht warum, wovon?
- Wer ist dabei, Sozialisationshintergründe, gesellschaftliche Gruppen?
- Mit welchen Demokratiebegriffen hantieren “Die Empörten” (D.E.)?
- Die Demos, Camps, Möchtegern-Okkupationen, usw., sind von bürgerlichem Verhalten geprägt (Habitus nach Bourdieu)
- Über die Nutzung moderner Kommunikationsmittel (Kommunikationskultur/Kulturindustrie/Medien) beschleunigen und häufen sich die Protestereignisse, gleichzeitig nimmt die Diffusität, das “Rauschen im digitalen Blätterwald”, z.B. in Twitter, stetig zu.
- (Antisemitische, u.a.) Politsekten, wie “Büso”, “Tea-Party”, “Zeitgeist”, Scientology, Esos, Gesellianer_Innen und Anthros, haben es leicht dazwischen Aufmerksamkeit zu erringen und sind häufiger zwischen den anderen Irregeleiteten auf der Straße präsent. Siehe z.B. “Fuck-For-Forests” (FFF) vor dem Bundestag.
- Es herrscht größtenteils, augenscheinlich, die reaktionäre/regressive Reproduktion der gesellschaftlichen Verhältnisse durch Konkurrenzverhalten vor. Das spiegeln auch die Bildausschnitte in den öffentlichen und privaten Medien wieder.
- “Denen da oben” soll bloß die “Meinungsmache” abgenommen und durch “was”(?!?) von wem, wie, ersetzt aber eigentlich doch die Hegemonie/Herrschaft/Hierachie nicht abgeschafft werden, oder? (“Reclaim the media” lautet ein bekannter Wahlspruch z.B. von Indymedia.)
- Masse statt Klasse, d.h. aktions- und konsumorientiertes Handeln ohne Klassenbewusstsein. Das nannte die SI z.B. in den 1960ern bereits einen Teil des “Spektakels” und Guy Debord kritisierte die “Gesellschaft des Spektakels” (1967).
- Historisch gesehen bestehen diese Probleme insbesondere seit der Übernahme von “Protestbewegungen” durch die technokratischen “grünen” Postachtziger (nach dem Rollback) und die reformistische sog. “Antiglobalisierungsbewegung” (wie Attac) seit den 1990ern. (Vgl. z.B. Auswertungspapiere zu den Anti-G8-Gipfeln, usw.)
- Wie kann dem entgegengewirkt und sich stattdessen vernünftig organisiert werden?
- Was kann von anderen (echten) sozialen Kämpfen, z.B. von Erwerbsloseninitiativen gegen die Lohnarbeit, gelernt werden?
- Welche Untiefen zeigen sich ganz offensichtlich, wenn verkürzte Kritik den Ton und Reformismen den Takt vorgeben? (Siehe Input/”Diashow”)
- Dagegen wären weitergehende Theorien wie die von Detlef Hartmann vom “Kapitalistischen Kommando“, oder Robert Kurz “Abgesang auf die Marktwirtschaft“, oder Michael Heinrichs Auffassungen von der Kritik der politischen Ökonomie (nach Marx), ganz neu zu diskutieren.
- Das ist mit “der (Massen)Bewegung” aber leider bisher kaum (je) möglich (gewesen). Ganz das (unerwünschte?) Gegenteil war eher der Fall, denn (latenter) Antisemitismus ist keine Seltenheit.
Vgl.: http://i.imgur.com/Wk0LH.jpg
- Was also jetzt?


Weitergehende URLs ->

http://www.no-racism.de/va-so-radikal-sein-wie-die-wirklichkeit/

https://linksunten.indymedia.org/node/46090

http://www.klassenlos.tk/aktuelles.php

http://al.uni-koeln.de/termine/Seminare_KdPO_9u10.pdf

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/persp_dh.html