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Polittresen 31.10. verschoben auf den 14.11.

PS, Polittalk vom Freitag 31.10. wird verschoben auf Freitag den 14.11.

In Planung ist eine Reihe zum politischen Verständnis des Menschen, mit Filmen und Hörbeiträgen sowie Austausch, nach Erich Fromm und Ernst Bloch oder Herbert Marcuse.

Vgl. z.B. “Was ist der Mensch” von Ernst Bloch oder die Dokumentation “Mut zum Menschen” sowie “Humanismus und Psychoanalyse” von Erich Fromm oder Herbert Marcuse; “Der Mensch in einer sozialisierten Welt”.

Kurzfristig geänderter Filmabend zum Gezi Park

Leider sind die Produzent*innen und damit die Vorführer*innen des Films am 30.8. selbst nicht erschienen, so daß wir drei andere freie Dokumentationen/Produktionen gezeigt haben, weil wir den Film nicht vorliegen hatten. Wir wissen bis jetzt leider nicht warum, sind aber um Klärung bemüht, denn der Kontakt ist plötzlich abgebrochen.

1. Istanbul Rising: http://www.youtube.com/watch?v=7ZPanPFBqSQ
( & http://www.youtube.com/watch?v=S4OhSZSbIzo)

2. 3Sat Doku: Graffiti und Tränengas – Protestkultur im Gezi-Park: http://www.youtube.com/watch?v=7uCwIP6zOhs

3. Taksim Commune: Gezi Park and the Turkish Uprising: http://www.youtube.com/watch?v=xBY-jNELxeU

Das Interesse war da und der Abend konnte noch zusammen gelungen gestaltet werden, denn es waren viele Besucher*innen da, über die wir miteinander ins Gespräch gekommen sind. Wir danken darum allen die sich an dem Abend mitbeteiligt haben.
Das kann nicht zuletzt auch daran gelegen haben, daß am gleichen Tag schon eine Demo (“Freiheit statt Angst”), mit der Beteiligung eines kleinen “antikapitalistischen Blocks”, stattgefunden hat und es derzeit viel Sympathie und Solidarität mit den Refugees, in der Gürtelstraße um die Ecke hier gibt.

Wegen des großen Interesses werden wir uns darum bemühen den Filmabend nachzuholen und sind dabei noch einmal Kontakt zu den Filmemacher*innen von Gezi’nin ritmi (The Rhythm of Gezi) aufzunehmen, um zu klären was wir gemeinsam anders/besser machen können.

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Und hier noch eine Eilmeldung aus der Nähe:

Unterstützt die Refugees in der Gürtelstraße!

Twitter: https://twitter.com/hashtag/G%C3%BCrtelstr?src=hash

FB: https://www.facebook.com/infoguertelstr

http://www.fluechtlingsrat-berlin.de/

Pro Asyl – http://www.proasyl.de/

16.10.12 im Veto – Doku: Unter deutschen Dächern Berlin-Prenzlauer Berg

Doku “Unter deutschen Dächern Berlin-Prenzlauer Berg” mit anschließenden Vortrag: Wie die Miete zur Rendite wird

Wie kein anderes Viertel in Deutschland wurde der Prenzlauer Berg in den vergangenen 20 Jahren umgekrempelt. Aus dem ehemaligen Arbeiterviertelim Berliner Osten ist ein boomender Kiez geworden. Nach der Wende wurde Prenzlauer Berg zu Europas größtem Sanierungsgebiet: verfallene Altbauten wurden mit massiven Steuergeldern in wenigen Jahren in schick renovierte Fassaden verwandelt. Niergendwo verlief der Aufbau Ost schneller und drastischer. Innerhalb weniger Jahre wurde die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Junge Studenten aus dem Westen verdrängten die alten Bewohner, seitdem ist es schick hier zu wohnen. Doch das hat seinen Preis: mit der Sanierung steigen die Mieten, es folgten teure Läden und zahlose Straßencafés für die neue Schickeria. Ärzte, Architekten, Anwälte, Künstler und Medienleute leben jetzt hier. junge dynamische Besserverdiener prägen einen Stadtteil, in dem es keinen Schmutz, keine Schmierereien und keine Schnorrer gibt. Die Homogenetät der Bevölkerung ist extrem.

Vortrag: “Wie die Miete zur Rendite wird”

-Die Reichen werden in unserer Gesellschaft reicher, die Armen ärmer und auch zahlreicher. Das wird inzwischen vielseits anerkannt. Wie das jedoch entgegen der Lippenbekenntnissen aller Coleur staatlich garantiert und gefördert wird, sehen wir bei der Immobilienwirtschaft.
-Warum ist zum Beispiel die Rendite aus Spekulation um so höher, je mehr man verdient? Viele Lockmittel sind sogar nur für die Reichsten der Reichen gemacht.
Anhand der immobilienwirtschaft wird gezeigt, wie das funktioniert und was man dagegen machen kann.
-Auf der anderen Seite wird die Miete vom Sozialleistungsträger (z.B. Jobcenter) an die Eigentümer gezahlt-was die Rendite sichert, das bekommt jedoch als”soziale Errungenschaft” das Etikett “Sozialleistung”.

27.5., End:Civ, Vortrag und Film @ Vetomat ((selbst)kritisch hinterfragen)

End:Civ

    Film und Vortrag am 27. 05. 2012 um 19.30h im Vetomat – Vereinsräume für Kunst und Kultur

    END:CIV Vortrag und Film @ Vetomat

    In dem Film End:Civ präsentiert der Aktivist und Filmemacher Franklin López auf erfrischende, sehr gründliche und bündige Art und Weise die selbstzerstörende Veranlagung der westlichen Zivilisation und die Lachhaftigkeit friedlichen Wiederstandes. Das Buch “Endgame” von Derrick Jensen wird als loser Rahmen für den Film herangezogen. Darüber hinaus werden die Wurzeln von systematischer Unterdrückung und Ausnutzung ergründet und die trügerische Herangehensweise von Reformen und das “Grün-Gewasche” der großen Umweltorganisationen offengelegt. Gleichzeitig werden andere Formen des Widerstandes anhand diverser Interviews in den Fokus genommen, wie etwa die Earth Liberation Front oder der Kampf der Indigenen Nordamerikas. Am Ende des Filmes werden passionierte Zuschauer_innen sich nicht mehr nur fragen, ob die westliche Zivilisation wie sie besteht noch gerechtfertigt ist, sondern vielmehr, was sie tun können um sie zu revolutionieren.

    Der kanadische Produzent des Films Franklin López tourt gerade durch Europa um diesen Film zu zeigen und mit den Menschen ins Gespräch zu kommen.

    Film und Vortrag am 27. 05. 2012 um 19.30h im Vetomat

    “A fierce critique of systematic violence and industrial civilization, End:Civ is not intended for garden-variety environmentalists. If you are anywhere below, say, an 8 on that sliding scale of pissed off, then this film is going to scare you — which means you should watch it.”
    -Eugene Weekly

    Posted on 19. May 2012 at 15:01

    https://wp.vetomat.net/index.php/2012/05/endciv-vortrag-und-film/

    http://submedia.tv/splash/
    http://submedia.tv/splash/endciv_splash.jpg

Der PS wird im Anschluß daran auch nicht mit Kritik am Film sparen. Je nachdem wie die “ELF”, etc., innerhalb des Filmischen bewertet werden, bzw. aus der Sicht des Films, wie aus einer kritischeren Richtung, zu bewerten sind. Solches Vokabular jedoch welches von einer sog. “westlichen Zivilisation” ausgeht aber versucht dann noch von einem (welchem?) System zu sprechen und die stark esoterische und menschenverachtende “ELF”, sowie (welche) “Indigenas” vor die bürgerlich etablierten NGOs stellt (was in gewisser – und bei den “Indigenen” auch aus antirassistischer Perspektive – Weise auch verständlich ist, aber in Welcher gemeint ist?!?), wirft für politisch denkende Menschen starke Fragen nach den eigentlichen und weiteren Intentionen des Films auf. Mindestens die Gefahr eines schnellen Umschlags zur Glorifizierung sog. Edler Wilder aus einem Kulturalismus und positiv relativierten Rassismus heraus ist da schon gegeben und sollte mindestens kritisch hinterfragt, bzw. vom Filmemacher doch bitte eindeutiger erklärt werden.
Der PS wird sich darum dieser Fragen an dem Abend nach dem Film annehmen und sie offen stellen.

“„Natur wird in der Regel aufgefasst und erlebt als das Gegebene, ohne hierbei zu reflektieren, wie sehr Natur eine Projektionsfläche für kulturelle Ideen und gesellschaftliche Ideale ist. [...] wird das Ziel verfolgt, anschaulich zu rekonstruieren, welche kulturellen Denkmuster sich [z.B.] hinter [...] Schlüsselbegriffen [wie] Landschaft, Wildnis und Ökosystem verbergen. ….”
http://www.scilogs.de/chrono/blog/landschaft-oekologie/naturbegriff/2012-02-27/vieldeutige-natur

Vgl. z.B. Fachliteratur dazu:
Thomas Kirchhoff, Ludwig Trepl (Hg.): Vieldeutige Natur – Landschaft, Wildnis und Ökosystem als kulturgeschichtliche Phänomene
Spehr, Christoph: Die Ökofalle: Nachhaltigkeit und Krise, 1996
Bloch, Ernst: Prinzip Hoffnung, Band 3, Gesammelte Werke 5, 1973

Siehe auch:

Das Gesellschaftliche Naturverhältnis als Legitimation für Soziale Ungleichheit (von Dieter Asselhoven et. al.)

Schlagloch, Zeitschrift der Jungen Linken 1997 Über Tierrechte, Erdbefreiung und die Konsequenz der Selbstliquidierung (bei Martin Blumentritt)

Argumente gegen Rechts (gesammelt von M.B., siehe Bsp. oben).