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Empfehlung: Marx Herbstschule 25. bis 27. Oktober 2014 Berlin

6. Marx-Herbstschule (25.-27.10.2013)

Thema: Geld

Ort: Seminarräume und Münzenbergsaal in der Rosa Luxemburg Stiftung, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin

Programm:

Freitag, 25.10.2013

16.30 Uhr: Anmeldung
17-19 Uhr: Begrüßung und Einführung
Nadja Rakowitz: Geld = Geld? Status und Stellung des Geldes in den drei Bänden des „Kapital“
Rolf Hecker: Wann hat sich Marx wie, wo und warum mit Geld beschäftigt?
19-19.30 Uhr: Pause
19.30-21 Uhr: Start der Arbeitsgruppen

Samstag, 26.10.2013

10-12.15 Uhr: Fortsetzung der Arbeitsgruppen
12.15-13 Uhr: Gemeinsames Plenum
13-14 Uhr: Mittagessen
14-17.30 Uhr: Fortsetzung der Arbeitsgruppen

19 Uhr: Abendveranstaltung
Althussers strukturale Marx-Lektüre und das deutsch-französische Verhältnis

Mit Prof. Frieder Otto Wolf und Manuela Bojadžijev (angefragt)
Eintritt: 2,00 Euro / ermäßigt 1,00 Euro
Ort: Münzenbergsaal, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Franz-Mehring Platz 1, Berlin

im Anschluss:
6. Marx-Herbstschule GELD goes ZEROIZE METALL

Unsere cleanen, digitalen Prothesen lassen den Dreck ihrer Produktionsbedingungen vergessen. Bilder von Fabriken wecken nostalgische Gefühle. Metall fließt in Formen, zu Münzen gegossen, setzt es schon bald Rost an. Das Verlangen nach Authentizität lässt uns sehnsüchtig auf analoge Geräte blicken. Ihre Oszillationen bewegen uns im Raum, produzieren Energie und lassen neue Formen entstehen. Wir hoffen: „Das ist jetzt für immer so“, doch auch diese Fläche hat sich verändert.

HAGEN RICHTER (BTAIM)
-IAAC- (://ABOUT BLANK, STROMPERLEN)
LUX (IO)
MARGOT live&dj (KILL THE DJ, BORDER COMMUNITY)
NESS live (M_REC LTD., SINAWAVE, RISING)
POLAR INERTIA live (DEMENT3D)
RENTEK (CARAMBA!RECORDS)
SILVA RYMD (://ABOUT BLANK, ELECTRICDRESS):

Beginn: 23:59 Uhr
Ort: //: about blank, Markgrafendamm (S Ostkreuz)

Sonntag, 27.10.2013

9-10.30 Uhr: Arbeitsgruppen für Frühaufsteher
10.30-11.00 Uhr Kaffeepause
11-12.30 Uhr: Ingo Stützle: Geldkritik bei Marx, Keynes und in der Neoklassik
12.30-13 Uhr Abschlussrunde

Eintritt: 10,00 €
(inklusive Verpflegung und Abendveranstaltung)

Kontakt / Link URL: http://marxherbstschule.net/10/?page_id=7

Politsalon heute Abend

Veto öffnet gg 19Uhr
Politsalon beginnt gg 21Uhr
Chilloutlounge startet später.

Politsalon zu den neuesten Äußerungsformen des Protests im Zuge der sog. Finanzkrise, “Bankenkrise”, “[...]-Schuldenkrise”.

http://i.imgur.com/Ph7my.jpg

Thesen / Gesprächsvorbereitung:
- Was sind Sinn und Zweck des/welchen Protests?
- Wer spricht warum, wovon?
- Wer ist dabei, Sozialisationshintergründe, gesellschaftliche Gruppen?
- Mit welchen Demokratiebegriffen hantieren “Die Empörten” (D.E.)?
- Die Demos, Camps, Möchtegern-Okkupationen, usw., sind von bürgerlichem Verhalten geprägt (Habitus nach Bourdieu)
- Über die Nutzung moderner Kommunikationsmittel (Kommunikationskultur/Kulturindustrie/Medien) beschleunigen und häufen sich die Protestereignisse, gleichzeitig nimmt die Diffusität, das “Rauschen im digitalen Blätterwald”, z.B. in Twitter, stetig zu.
- (Antisemitische, u.a.) Politsekten, wie “Büso”, “Tea-Party”, “Zeitgeist”, Scientology, Esos, Gesellianer_Innen und Anthros, haben es leicht dazwischen Aufmerksamkeit zu erringen und sind häufiger zwischen den anderen Irregeleiteten auf der Straße präsent. Siehe z.B. “Fuck-For-Forests” (FFF) vor dem Bundestag.
- Es herrscht größtenteils, augenscheinlich, die reaktionäre/regressive Reproduktion der gesellschaftlichen Verhältnisse durch Konkurrenzverhalten vor. Das spiegeln auch die Bildausschnitte in den öffentlichen und privaten Medien wieder.
- “Denen da oben” soll bloß die “Meinungsmache” abgenommen und durch “was”(?!?) von wem, wie, ersetzt aber eigentlich doch die Hegemonie/Herrschaft/Hierachie nicht abgeschafft werden, oder? (“Reclaim the media” lautet ein bekannter Wahlspruch z.B. von Indymedia.)
- Masse statt Klasse, d.h. aktions- und konsumorientiertes Handeln ohne Klassenbewusstsein. Das nannte die SI z.B. in den 1960ern bereits einen Teil des “Spektakels” und Guy Debord kritisierte die “Gesellschaft des Spektakels” (1967).
- Historisch gesehen bestehen diese Probleme insbesondere seit der Übernahme von “Protestbewegungen” durch die technokratischen “grünen” Postachtziger (nach dem Rollback) und die reformistische sog. “Antiglobalisierungsbewegung” (wie Attac) seit den 1990ern. (Vgl. z.B. Auswertungspapiere zu den Anti-G8-Gipfeln, usw.)
- Wie kann dem entgegengewirkt und sich stattdessen vernünftig organisiert werden?
- Was kann von anderen (echten) sozialen Kämpfen, z.B. von Erwerbsloseninitiativen gegen die Lohnarbeit, gelernt werden?
- Welche Untiefen zeigen sich ganz offensichtlich, wenn verkürzte Kritik den Ton und Reformismen den Takt vorgeben? (Siehe Input/”Diashow”)
- Dagegen wären weitergehende Theorien wie die von Detlef Hartmann vom “Kapitalistischen Kommando“, oder Robert Kurz “Abgesang auf die Marktwirtschaft“, oder Michael Heinrichs Auffassungen von der Kritik der politischen Ökonomie (nach Marx), ganz neu zu diskutieren.
- Das ist mit “der (Massen)Bewegung” aber leider bisher kaum (je) möglich (gewesen). Ganz das (unerwünschte?) Gegenteil war eher der Fall, denn (latenter) Antisemitismus ist keine Seltenheit.
Vgl.: http://i.imgur.com/Wk0LH.jpg
- Was also jetzt?


Weitergehende URLs ->

http://www.no-racism.de/va-so-radikal-sein-wie-die-wirklichkeit/

https://linksunten.indymedia.org/node/46090

http://www.klassenlos.tk/aktuelles.php

http://al.uni-koeln.de/termine/Seminare_KdPO_9u10.pdf

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/persp_dh.html