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16.10.12 im Veto – Doku: Unter deutschen Dächern Berlin-Prenzlauer Berg

Doku “Unter deutschen Dächern Berlin-Prenzlauer Berg” mit anschließenden Vortrag: Wie die Miete zur Rendite wird

Wie kein anderes Viertel in Deutschland wurde der Prenzlauer Berg in den vergangenen 20 Jahren umgekrempelt. Aus dem ehemaligen Arbeiterviertelim Berliner Osten ist ein boomender Kiez geworden. Nach der Wende wurde Prenzlauer Berg zu Europas größtem Sanierungsgebiet: verfallene Altbauten wurden mit massiven Steuergeldern in wenigen Jahren in schick renovierte Fassaden verwandelt. Niergendwo verlief der Aufbau Ost schneller und drastischer. Innerhalb weniger Jahre wurde die Bevölkerung fast komplett ausgetauscht. Junge Studenten aus dem Westen verdrängten die alten Bewohner, seitdem ist es schick hier zu wohnen. Doch das hat seinen Preis: mit der Sanierung steigen die Mieten, es folgten teure Läden und zahlose Straßencafés für die neue Schickeria. Ärzte, Architekten, Anwälte, Künstler und Medienleute leben jetzt hier. junge dynamische Besserverdiener prägen einen Stadtteil, in dem es keinen Schmutz, keine Schmierereien und keine Schnorrer gibt. Die Homogenetät der Bevölkerung ist extrem.

Vortrag: “Wie die Miete zur Rendite wird”

-Die Reichen werden in unserer Gesellschaft reicher, die Armen ärmer und auch zahlreicher. Das wird inzwischen vielseits anerkannt. Wie das jedoch entgegen der Lippenbekenntnissen aller Coleur staatlich garantiert und gefördert wird, sehen wir bei der Immobilienwirtschaft.
-Warum ist zum Beispiel die Rendite aus Spekulation um so höher, je mehr man verdient? Viele Lockmittel sind sogar nur für die Reichsten der Reichen gemacht.
Anhand der immobilienwirtschaft wird gezeigt, wie das funktioniert und was man dagegen machen kann.
-Auf der anderen Seite wird die Miete vom Sozialleistungsträger (z.B. Jobcenter) an die Eigentümer gezahlt-was die Rendite sichert, das bekommt jedoch als”soziale Errungenschaft” das Etikett “Sozialleistung”.

24.5. Xberg: Männer und Emanzipation (Vortrag im Cafe Commune beim Trend Gespräch)

Empfehlung:

Männer und Emanzipation
Historischer Abriß der Ansätze zu einer profeministischen Männerbewegung in der BRD

http://30.media.tumblr.com/tumblr_lfml9aYtND1qe3fumo1_500.jpg

Noch bevor Maoisten die Kulturrevolution im fernen China besangen, war sie ihren antiautoritären Vorgängern als neue Frauenbewegung auf die Füsse gefallen. Über die raren Versuche linker Männer, sich den Zumutungen des Feminismus zu stellen.

Input-Referat und Thesen zur Diskussion: Michael Klockmann
24.05.2012 19.30h | Café Commune | Reichenberger Str. 157

http://spatico.de/wiki/index.php?2012052419

http://spatico.de/33uuu91279547

valerie solana

http://spatico.de/wiki/index.php?MmLit

Wo diskutiert Michael Klockmann sonst?
Siehe Twitter: www.twitter.com/macbatch

    Kontakt: mk (at) mphase (dot) net

Emanzipatives Basisvokabular (- Glossar – Lexikon – Wiki?)

Wovon sprechen “wir” eigentlich?

Weil uns häufig aufgefallen ist, daß es Einzelpersonen und sogar politischen Gruppen – die sich selber als links bezeichnen – schwerfällt die politische Ausdrucksweise und Begrifflichkeiten zu verstehen und insbesondere eine selbsternannte Linkspartei, aber auch eine sog. grüne Partei, sowie diverse sog. Nichtregierungsorganisationen falsche Vorstellungen wecken und nähren (vgl. die neuesten Ausformungen und Erscheinungsformen seit den 1990ern), möchten wir uns im kommenden Jahr 2012 ausführlicher dem emanzipativen Basisvokabular widmen und dazu ein Glossar erstellen.

Darin können u.a. vorkommen – Anregungen / Ideen:
[Edit; Ergänzungen in der Liste werden ständig vorgenommen]
- Was ist Politik – Politologie?
- Was sind Widersprüche – Antagonismen?
- Die Sprache der Dialektik
- Was sind die Destruktivkräfte? Wie und warum wirken sie so, wie sie wirken?
- Was sind Erscheinungsformen?
- Was ist die Reproduktionsarbeit?
- Wie entstand das Kapital und wer redet warum wie davon?
- Was ist der Ideelle Gesamtkapitalist?
- Was macht den/einen Staat aus?
- Was ist die/eine Verfassung?
- Was macht die/den Menschen zum Menschen was macht die/den Menschen aus?
- Was ist das Soziale und was bedeutet Sozialisation?
- Was ist Erziehung?
- Was ist Natur?
- Was kann die Soziologie zeigen?
- Was ist der Unterschied zwischen Glauben und Religion?
- Was ist Aufklärung?
- Warum finden wir (Natur- & Sozial-)Wissenschaft so schrecklich wichtig?
- Was ist Emanzipation?
- Definitionsmacht
- Diskurshegemonie
- Links – Rechts – Lechts – Rinks? Das MAD-Spiel oder was?
- Was ist der Extremismusbegriff?
- Was heißt totalitär?
- Was ist Gewalt? Kann es Gewaltfreiheit überhaupt geben?
- Welche unterschiedlichen Vorstellungen von Begriffen, wie politischen Systemen, Demokratie, Kommunismus, Sozialismus, Anarchismus, gibt es warum?
- u.v.m.
- Eure Vorschläge?

Wer hat Lust an einem autonomen, emanzipatorischem Lexikon mitzubasteln?
Ganz nett ist z.B. schonmal z.T. die Anarchopedia. Aber leider sind darin einige Artikel, wie z.B. der zu Gesell und insbesondere der zur Freiwirtschaft mit dem Absatz “Antisemitismus Vorwurf” – “http://de.anarchopedia.org/Freiwirtschaft/Gesell#Antisemitismus_Vorwurf” & “http://de.anarchopedia.org/Freiwirtschaft#Antisemitismusvorw.C3.BCrfe” – (dazu gibt es mehrere verschiedene Artikel) genau das Gegenteil von dem was wir im Sinn haben. Außerdem halten wir die Onlinediskussionen nicht für fortschrittlich. Deswegen möchten wir ein eigenes Nachschlagewerk, hier Wiki oder Glossar, bzw. Lexikon in Printform, auf der Basis von Arbeitsergebnissen und Diskussionen in einem Plenum schaffen.
Ein konfuses Beispiel für einen online bestehenden Anfang dazu war das zeitweilig bestehende Sammelwiki, welches unter der Domain von “Linkes Berlin” lief.
Wir denken aber, daß diese wertvolle Arbeit konstruktiv und geordneter, ebenso sprich organisierter, fortgesetzt werden kann. Das braucht nur seine Zeit.

Für dieses Projekt beabsichtigen wir auch Gelder, d.h. Mittel zu beantragen um z.B. Materialkosten refinanzieren zu können.

Wenn Ihr Artikel schreiben könnt, nette Referent_Innen kennt und/oder selber zu einem Thema referieren und diskutieren, bzw. etwas besprechen möchtet, meldet Euch bei uns!

E-Mail: politsalon at vetomat dot net
Jabber: politsalon at xmpp dot jp

Gerne könnt Ihr hierzu auch einfach einen Kommentar, unter der Angabe Eurer Emailadresse hinterlassen. Wir melden uns dann bei Euch.

Oder kommt einfach zum linksoffenen Gesprächsangebot, nach einem Input des Politsalons – jeden letzten Freitag im Vetomat ab 21Uhr.

2011-11-25: Neues Konzept des Politsalons

(Fast) Jeden letzten Freitag im Monat findet im Vetomat der “Politsalon” (PS) statt.

Der nächste Politsalon ist am: 25.11.2011 ab 21Uhr.

Der PS ist eine Plattform die ein Angebot zum Gespräch über politische Themen macht und den diskursiven Austausch, den Erkenntnisgewinn und die emanzipativen Möglichkeiten der Selbstorganisation fördern möchte.

Meistens gibt es zu Anfang einen kleinen Input, d.h. ein Kurzreferat, einen Vortrag, die Vorlesung eines Buch- oder Textauszuges, ein Video, o.ä., um den Einstieg in das Gespräch, d.h. die Debatte zu erleichtern.
Die Präsentation ist dabei diskursanalytisch, sachlich, orientiert.
Der weitere Verlauf wird versucht nach erkenntnistheoretischen Prinzipien, nicht strikt, aber stringent, und ggf. moderiert, erschlossen zu werden. Dabei sind uns die Methoden des Dialogs, der Gewaltfreien Kommunikation, des basisdemokratischen Plenums und der quotierten Redeleitung (notfalls mit Redeliste) naheliegend.
In der Besprechung von Textauszügen sehen wir die Methoden des Kritischen Lesens und der Textinterpretation als elementare Vorraussetzung, die wir gerne vermitteln.
Mensch kann den Politsalon insofern als Experiment, bei dem nicht jeder Schritt gelingen muß, es aber erstrebenswert ist, wenn konstruktiv versucht wird an ihm teilzunehmen, begreifen.
Leider war der Rahmen aufgrund der Konsumorientierung, Gewohnheiten und Verwöhntheiten, des sich mehr als passives “Publikum”, denn als aktive MitgestalterInnen des Verlaufs begreifenden Anwesenden/Teilnehmenden nicht immer der passende für die Weiterentwicklung dieser Idee.
Deswegen wird jetzt eine Konzeptänderung besprochen.

Der vordere Bereich des Vetomaten soll in Zukunft als offene Chilloutlounge geöffnet sein, zu elektronischer Musik aus dem Ambientbereich.

Der Politsalon wird dann im engeren Kreis, im Hinterzimmer, mit dem Charakter eines basisdemokratischen Plenums (nur der Form halber), stattfinden.

Alle Diskursorientierten, Interessierten sind damit herzlich eingeladen am nächsten Politsalon am 25.11.2011, im Vetomat, ab 21Uhr, teilzunehmen.

Vorr. Thema ist das “BGE vom BSP”? (Mit We.Ge., wg.blogsport.de, (dialektischen, sozialhilfekritischen und Organisations-) Kritiken am sog. BGE, seinen Hauptströmungen und einer Diskussionseröffnung von B.B..)
Das Thema kann sich noch ändern!

Achtet auf Ankündigungen.
politsalon.vetomat.net

Politsalon heute Abend

Veto öffnet gg 19Uhr
Politsalon beginnt gg 21Uhr
Chilloutlounge startet später.

Politsalon zu den neuesten Äußerungsformen des Protests im Zuge der sog. Finanzkrise, “Bankenkrise”, “[...]-Schuldenkrise”.

http://i.imgur.com/Ph7my.jpg

Thesen / Gesprächsvorbereitung:
- Was sind Sinn und Zweck des/welchen Protests?
- Wer spricht warum, wovon?
- Wer ist dabei, Sozialisationshintergründe, gesellschaftliche Gruppen?
- Mit welchen Demokratiebegriffen hantieren “Die Empörten” (D.E.)?
- Die Demos, Camps, Möchtegern-Okkupationen, usw., sind von bürgerlichem Verhalten geprägt (Habitus nach Bourdieu)
- Über die Nutzung moderner Kommunikationsmittel (Kommunikationskultur/Kulturindustrie/Medien) beschleunigen und häufen sich die Protestereignisse, gleichzeitig nimmt die Diffusität, das “Rauschen im digitalen Blätterwald”, z.B. in Twitter, stetig zu.
- (Antisemitische, u.a.) Politsekten, wie “Büso”, “Tea-Party”, “Zeitgeist”, Scientology, Esos, Gesellianer_Innen und Anthros, haben es leicht dazwischen Aufmerksamkeit zu erringen und sind häufiger zwischen den anderen Irregeleiteten auf der Straße präsent. Siehe z.B. “Fuck-For-Forests” (FFF) vor dem Bundestag.
- Es herrscht größtenteils, augenscheinlich, die reaktionäre/regressive Reproduktion der gesellschaftlichen Verhältnisse durch Konkurrenzverhalten vor. Das spiegeln auch die Bildausschnitte in den öffentlichen und privaten Medien wieder.
- “Denen da oben” soll bloß die “Meinungsmache” abgenommen und durch “was”(?!?) von wem, wie, ersetzt aber eigentlich doch die Hegemonie/Herrschaft/Hierachie nicht abgeschafft werden, oder? (“Reclaim the media” lautet ein bekannter Wahlspruch z.B. von Indymedia.)
- Masse statt Klasse, d.h. aktions- und konsumorientiertes Handeln ohne Klassenbewusstsein. Das nannte die SI z.B. in den 1960ern bereits einen Teil des “Spektakels” und Guy Debord kritisierte die “Gesellschaft des Spektakels” (1967).
- Historisch gesehen bestehen diese Probleme insbesondere seit der Übernahme von “Protestbewegungen” durch die technokratischen “grünen” Postachtziger (nach dem Rollback) und die reformistische sog. “Antiglobalisierungsbewegung” (wie Attac) seit den 1990ern. (Vgl. z.B. Auswertungspapiere zu den Anti-G8-Gipfeln, usw.)
- Wie kann dem entgegengewirkt und sich stattdessen vernünftig organisiert werden?
- Was kann von anderen (echten) sozialen Kämpfen, z.B. von Erwerbsloseninitiativen gegen die Lohnarbeit, gelernt werden?
- Welche Untiefen zeigen sich ganz offensichtlich, wenn verkürzte Kritik den Ton und Reformismen den Takt vorgeben? (Siehe Input/”Diashow”)
- Dagegen wären weitergehende Theorien wie die von Detlef Hartmann vom “Kapitalistischen Kommando“, oder Robert Kurz “Abgesang auf die Marktwirtschaft“, oder Michael Heinrichs Auffassungen von der Kritik der politischen Ökonomie (nach Marx), ganz neu zu diskutieren.
- Das ist mit “der (Massen)Bewegung” aber leider bisher kaum (je) möglich (gewesen). Ganz das (unerwünschte?) Gegenteil war eher der Fall, denn (latenter) Antisemitismus ist keine Seltenheit.
Vgl.: http://i.imgur.com/Wk0LH.jpg
- Was also jetzt?


Weitergehende URLs ->

http://www.no-racism.de/va-so-radikal-sein-wie-die-wirklichkeit/

https://linksunten.indymedia.org/node/46090

http://www.klassenlos.tk/aktuelles.php

http://al.uni-koeln.de/termine/Seminare_KdPO_9u10.pdf

http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/aktionen/persp_dh.html